Eine Untersuchung der TU München zur Klimawirkung von E-Autos, mit der EU-Politik beeinflusst werden soll, sorgt für Wirbel. Nun kritisieren niederländische Experten, darin würden sie falsch interpretiert.

06.09.2026, 14.21 Uhr

Autos beim Laden auf der Düsseldorfer Königsallee

Der Streit über eine Studie der Technischen Universität München (TUM) geht in eine neue Runde. Am vergangenen Wochenende hatte die »Bild«-Zeitung unter der Überschrift »Die Auto-Lüge der EU« darüber berichtet , die Untersuchung der Eliteuni stelle die Annahme »frontal infrage«, wonach E-Autos zum Klimaretter taugen. Der Fehler liege darin, dass nur die Abgase von Benzinern und Dieseln mit dem Ausstoß der Elektroautos verglichen würden – der natürlich gleich null ist. Man müsse aber den CO₂-Ausstoß in der Produktion ebenfalls berücksichtigen, und der sei durch die aufwendigen Akkus deutlich höher.

Vieles ist kurios daran: etwa, dass diese Betrachtungsweise keineswegs neu ist. Solche Gesamtrechnungen sind längst Standard, um ein realistisches Bild zu bekommen. Allerdings sind sie methodisch komplex, sodass unterschiedliche Studien zu verschiedenen Größenordnungen kommen, um den Beitrag von E-Autos zur CO₂-Bilanz zu beziffern. Gemeinsam haben sie, dass der Elektroantrieb stets im Vorteil bleibt.