Ein Bericht der TU München macht Furore. Er zeigt auf, dass E-Autos mehr CO₂ ausstoßen, als die EU angibt. Doch auch der Bericht selbst stößt auf Kritik.
Mit mehr erneuerbaren Energien im Strommix wird auch das Aufladen eines E-Autos noch klimafreundlicher
Christoph Soeder/dpa
Er sorgt für Aufregung unter Verbrenner-Fans: Ein neuer Bericht der Technischen Universität München (TUM) hat ergeben, dass E-Autos 41 Prozent weniger CO₂ verursachen als Verbrenner-Autos. Warum die Aufregung? 41 Prozent weniger heißt auch: E-Autos verursachen überhaupt CO₂. Laut des am Dienstag veröffentlichten Berichts sind sie nicht klimaneutral, weil bei der Produktion und im Recycling von elektrisch betriebenen Fahrzeugen Emissionen entstünden.
In diesem Ergebnis sehen die Autoren einen Irrtum der Europäischen Union belegt: Diese sieht Autos mit elektrischem Antrieb als klimaneutral an. Die EU-Verordnung, die Normen für Kraftfahrzuge festlegt, berechnet nur das ausgestoßene CO₂, also die Abgase während der Fahrt. Wenn Hersteller sich bemühen würden, auch dort Emissionen einzusparen, würde sich das in der Bewertung nicht widerspiegeln – so heißt es im Bericht.










