Das Goethe-Institut in Moskau soll schließen. Es war so ziemlich das letzte seiner Art. Menschenrechtlerin Irina Scherbakowa über Kultur und den Krieg.
Irina Scherbakowa ist Historikerin, Publizistin und Mitbegründerin der in Russland verbotenen Organisation Memorial
Steffen Schellhorn/imago
Endlich, seufzt Irina Scherbakowa. Sie ist Mitbegründerin der Menschenrechtsorganisation Memorial. Nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 hat sie Moskau und ihre Heimat verlassen. Heute lebt die Germanistin und Historikerin im Berliner Exil.
Für sie kommt die von der Bundesregierung nun angekündigte Schließung des Russischen Hauses in Berlin als Reaktion auf die jüngsten staatsterroristischen Angriffe Russlands auf Ziele in Deutschland viel zu spät. „Man kann nicht in einer Situation“, so Scherbakowa, „in der die Russische Föderation ukrainische Kulturinstitutionen und die ganze Ukraine als Nation auslöschen will, dies ignorieren und so weitermachen wie bisher.“










