Gyllenhaals scharfer Witz : „Nun steht wohl fest: Männer machen bessere Filme“03.09.2026, 17:25Lesezeit: 1 Min.Bittere Ironie: Bei der Eröffnung der Filmfestspiele von Venedig hat sich Jurypräsidentin Maggie Gyllenhaal scharfe Kritik am verschwindend geringen Frauenanteil im Wettbewerbsprogramm erlaubt.Für Kritik greift Maggie Gyllenhaal schon mal auf scharfe Ironie zurück: „Nun steht es wohl fest, dass Männer bessere Filme drehen als Frauen“, sagte die Schauspielerin und diesjährige Jurypräsidentin bei der Eröffnungspressekonferenz der Filmfestspiele von Venedig. Neben ihr saß Festivaldirektor Alberto Barbera und rang sich ein kleines Lachen ab, das ein wenig schmerzhaft wirkte.Die Jurypräsidentin ließ sich dann etwas länger über die fehlenden Regisseurinnen im Wettbewerb um den Goldenen Löwen aus. Gerade mal eine Frau, die dänisch-ägyptische Regisseurin May el-Toukhy, war zu Beginn für das Hauptprogramm mit ihrem Film „Woman Unknown“ nominiert gewesen.Nachträglich nahm das Festival noch die Gaza-Dokumentation „Naza“ in den Wettbewerb auf, bei der die israelische Filmemacherin Rachel Szor gemeinsam mit ihrem Kollegen Yuval Abraham Regie führte. Zum Vergleich: Cannes hatte immerhin fünf von 22 Filmen von Regisseurinnen in den Wettbewerb aufgenommen, und auf der diesjährigen Berlinale herrschte fast Geschlechtergleichstand im Wettbewerbsprogramm.Die Amerikanerin Gyllenhaal sprach mit Blick auf das Programm am Lido von einem „systemischen Problem“, da es für Frauen noch immer schwieriger sei, ihre Filmprojekte finanziert zu bekommen. „Wer entscheidet, was gut ist?“, fragte die Amerikanerin. Auch diese Frage, direkt neben dem Direktor sitzend gestellt, dürfte eher rhetorisch sein.Gyllenhaal selbst präsentiert im Laufe des Festivals den Kurzfilm „Flesh Impact“, bei dem sie als Regisseurin verantwortlich zeichnete.