Der spanische Ministerpräsident hat sich den Fragen der Opposition zum Ansturm auf Ceuta im Juli gestellt. Die rechten Parteien trieben den Sozialisten dabei vor sich her.
Migranten in der Warteschlange: Im spanischen Gebiet Ceuta in Nordafrika am 30. Juli 2026
Marcos Moreno/Europa Press/dpa
Es sei absurd anzunehmen, seine Regierung sei gewarnt worden und habe absichtlich nichts unternommen, erklärte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez am Donnerstag. Und bot damit der Opposition aus rechter Partido Popular (PP) und rechtsextremer Vox die Stirn. Der Sozialist stand auf eigenen Wunsch vor dem Parlament Rede und Antwort zum Massenandrang auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika. Am 30. und 31. Juli hatten über 70.000 Menschen von Marokko aus die Grenze überschwommen. Viele verließen die Stadt später wieder, mehrere Tausend blieben und harren weiter dort aus.
Die PP und Vox nutzen das Thema, um auf einen Sieg bei den Wahlen 2027 hinzuarbeiten. Dass die Sánchez-Regierung vor dem Massenandrang „keine außerordentlichen Hinweise oder Warnungen“ erhalten habe, wie dieser betonte, will die Opposition nicht glauben. Ebenso die rechte Regierung der Exklave Ceuta. Die Regierung habe gewusst, was passieren würde, und nichts getan, immer wieder fällt das Wort „Verrat“. PP-Chef Alberto Núñez Feijóo forderte den Rücktritt von Sánchez „wegen Unfähigkeit oder Mitwisserschaft“.









