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DIE ZEIT: Herr Lanz, wann hatten Sie das letzte Mal Angst vor einem Talkshowgast?
Markus Lanz: Wovor sollte ich Angst haben?
ZEIT: Davor, dass Ihnen das Gespräch nicht gelingt. Vor den Ansprüchen der Zuschauer und des Senders.
Lanz: Davor habe ich Respekt, aber ich bin angstfrei. Sonst könnte ich im entscheidenden Moment nicht ein bisschen härter rangehen. Ich war als Soldat beim italienischen Militär in Neapel stationiert. Weil ich aus Südtirol kam, hat mich einer der Vorgesetzten gerne bastardo tedesco, »deutscher Bastard«, genannt. Ich habe dort eine gewisse Straßenköterigkeit erlernt. Die hilft mir heute manchmal. Ich bin ein Kind kleiner Leute, mein Vater starb, als ich 13 Jahre alt war, ich musste mich irgendwie durchboxen. Damals habe ich gelernt: Das ist das Leben. Der miese kleine Rassismus beim Militär, der nur im Moment schmerzt, und der Abschied, der für immer schmerzt.







