Hitze, Dürren, Überschwemmungen: Vieles spricht laut der Weltwetterorganisation dafür, dass der aktuelle El Niño an Stärke alle bekannten Vorgänger übertrifft.

03.09.2026, 11.54 Uhr

Ein Fischer schiebt sein Boot mit einer Bambusstange durch die letzten Reste eines Gewässers in Indonesien. Die Ebbe wird dort durch die Trockenzeit noch verstärkt. Prognosen besagen, dass El Niño zu überdurchschnittlich trockenen Bedingungen beitragen könnte.

Die vergangenen Monate waren von diversen Wetterextremen geprägt. Und Besserung ist laut der Weltwetterorganisation (WMO) nicht zu erwarten. Die Welt muss sich den Experten zufolge für regional extreme Hitze, Dürren und Überschwemmungen in den kommenden Monaten wappnen. Es stehe bis zum Jahreswechsel ein außergewöhnlich starkes Wetterphänomen El Niño an, warnte WMO. Die Temperaturen im tropischen Teil des Pazifischen Ozeans, die das Weltwetter stark beeinflussen, seien jetzt schon außergewöhnlich hoch.

»Der El Niño nimmt vor unseren Augen Superausmaße an«, sagte Uno-Generalsekretär António Guterres. »Die Welt befindet sich in der Gefahrenzone extremer Wetterereignisse.« Die WMO benutzt den Ausdruck »Super-El-Niño«, den einige Experten verwenden, selbst nicht.Die Organisation berücksichtigt für ihre El-Niño-Vorhersagen Berechnungen mehrerer Wetterdienste aus aller Welt. Das Phänomen tritt alle zwei bis sieben Jahre natürlich auf. Es ist nicht durch den Klimawandel verursacht, kann seine Folgen aber zusätzlich verschärfen.