Studie von Unicef : Jedes fünfte Kind erlebt sexuellen Missbrauch im Internet03.09.2026, 08:51Lesezeit: 2 Min.Kinder und Jugendliche werden laut der Studie etwa aufgefordert, gegen ihren Willen sexuelle Gespräche zu führen und Bilder zu teilen. Die Täter sind demnach nicht nur Fremde.Jedes fünfte Kind ist innerhalb eines Jahres im Internet sexuell missbraucht oder ausgebeutet worden. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des UN-Kinderhilfswerks Unicef hervor. Untersuchungen dafür wurden in 21 Ländern durchgeführt. Dort sind nach Schätzungen der Organisation 20 Millionen Mädchen und Jungen betroffen. Deutschland gehörte nicht zu den untersuchten Ländern.Laut Bericht „Through Children’s Eyes: How Digital Technologies Enable Child Sexual Abuse“ wurden mehr als 15 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren ungewollt sexuellen Inhalten ausgesetzt. Neun Millionen wurden demnach aufgefordert, gegen ihren Willen sexuelle Gespräche zu führen oder sexuelle Bilder zu teilen. Von vier Millionen wurden sexuelle Bilder ohne ihre Zustimmung weiterverbreitet. Unicef schätzt das Ausmaß jedoch weit größer ein, denn: Viele Kinder würden die Erlebnisse nicht melden.Missbrauch auf Social-Media-PlattformenNahezu 60 Prozent der Fälle ereigneten sich den Ergebnissen zufolge auf Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, Snapchat, Tiktok und WhatsApp. Weitere 14 Prozent der Fälle fanden demnach in Online-Spielen statt. Durch Funktionen und Gestaltung dieser Plattformen habe man das Vertrauen ausgenutzt.