25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zeigt eine Recherche: Spezialkräfte sind damals ohne Zustimmung des Bundestags aufgebrochen.
Einfach mal losmarschiert: Die Bundeswehr war ohne Bundestagsmandat in Afghanistan
Soeren Stache/dpa
25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gibt es neue Erkenntnisse zum damaligen Auslandseinsatz der Bundeswehr. Nach Recherchen des NDR waren Spezialkräfte der Bundeswehr bereits nach Afghanistan aufgebrochen, bevor es ein Bundestagsmandat dafür gab. Das belegen Unterlagen und Schilderungen der damals Beteiligten. Danach war es der Bundeswehr damals wichtig, als erster Bündnispartner mit US-Einheiten im Anti-Terror-Einsatz vor Ort zu sein.
Zwei Offiziere flogen demnach am 14. November 2001 getarnt und unter strikter Geheimhaltung als Vorauskommando ins Einsatzgebiet am Persischen Golf: Erst zwei Tage später beschloss der Bundestag mit knapper Mehrheit den umstrittenen Einsatz im Rahmen der Operation Enduring Freedom, verbunden mit einer Vertrauensfrage von Bundeskanzler Gerhard Schröder.








