Der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan war eine unmögliche Mission. Und doch machten Union und SPD über Jahre mehr Gelder dafür locker.

Menschen stehen am Flughafen von Kabul Schlange, um an Bord eines deutschen Militärflugzeugs zu gehen, am 25.8.2021

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E s sind harte Worte, die einer der ehemals ranghöchsten deutschen Soldaten wählt, wenn er über das Ende des Afghanistaneinsatzes vor fünf Jahren spricht. „Ich schäme mich heute noch“, schreibt Ex-General Andreas Hoppe dieser Tage in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Es geht ihm um das Ausbleiben einer Geste: Als die Soldaten aus dem nordafghanischen Masar-i-Scharif Ende Juni im niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf landen, steht dort außer Bundeswehrangehörigen niemand, um sie in Empfang zu nehmen.

Nicht Bundeskanzlerin Angela Merkel, die den mit Abstand blutigsten und teuersten Auslandseinsatz der Bundeswehr ihre gesamte Amtszeit lang mitverantwortete. Nicht Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, die als Verteidigungsministerin für den Truppenabzug zuständig war. Auch ein Beisein von Abgeordneten, die das Afghanistanmandat Jahr für Jahr im Bundestag verlängert hatten, ist nicht überliefert.