Die Filmfestspiele eröffnen mit Danny Boyles Boulevardpressedrama „Ink“. Jurypräsidentin Maggie Gyllenhaal beklagt den Mangel an Frauen im Wettbewerb.
Läuft: „The Sun“-Chefredakteur Larry Lamb (Jack O’Connell) in „Ink“ von Danny Boyle
Studiocanal SAS & Danny Boyle
Die 83. Filmfestspiele von Venedig sind eröffnet. So weit, so normal. Am Mittwoch, dem ersten Tag des Festivals, gab es auch eine Pressekonferenz. Das war dieses Jahr nicht ganz so normal. Nach einigem Hin und Her, im Verlauf dessen vorübergehend gemeldet worden war, sie fiele vollständig aus, wurde sie dann doch wie ursprünglich vorgesehen abgehalten.
Jurypräsidentin Maggie Gyllenhaal äußerte sich in der Konferenz unter anderem zu der Frage, ob Filme politisch sein sollten. Gyllenhaal meinte dazu, dass Filme unvermeidlich politisch seien. Was für sie insbesondere mit Empathie zu tun habe. Sie beklagte andererseits, dass es im Wettbewerb bloß einen Film gebe, bei dem eine Frau allein Regie geführt habe, „Woman Unknown“ der dänisch-ägyptischen Regisseurin May el-Toukhy. „Damit wäre endgültig klar, dass Männer die besseren Filme machen als Frauen“, lautete ihr sarkastischer Kommentar.















