Das diplomatische Hin und Her zwischen dem Kreml und der deutschen Regierung geht weiter. Russland schließt nach Anschuldigungen wegen des Drohnenzwischenfalls am Flughafen Leipzig/Halle Niederlassungen des Goethe-Instituts.Das melden die staatlichen Nachrichtenagenturen Tass und Interfax unter Berufung auf den russischen Außenminister Sergej Lawrow. Die Bundesregierung hatte Moskau für den Vorfall verantwortlich gemacht. Der russische Präsident Wladimir Putin wiederum beschuldigte Deutschland zuletzt, Beweise fingiert zu haben, um Moskau die Schuld zuzuweisen.
Das Ministerium veröffentlichte zudem ein Video, das Finke bei seiner Ankunft zeigt. Der neue Botschafter Clemens von Goetze ist demnach nicht in der Stadt. Schon in der Vergangenheit hatten beide Seiten im Zuge von Sanktionen wechselseitig Konsulate geschlossen.Russland bestreitet, etwas mit der Drohne auf dem Flughafen zu tun zu haben. Putin bezeichnete Deutschlands Schritt als »erneuten schweren Fehler«, der den Interessen des deutschen Volkes zuwiderlaufe. Der Schritt hänge mit den »bevorstehenden Wahlkämpfen« in Deutschland zusammen.Der Hintergrund: Eine mit Sprengstoff präparierte Drohne war in der Nacht vom 4. auf den 5. August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugen entdeckt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Drohne gegen eines der Transportflugzeuge prallte. Ein Teil des Quadrokopters fand sich später auf der Tragfläche der Antonow, wo sich auch die Treibstofftanks befinden. Die Drohne wurde am Boden liegend gefunden. Der Zünder des Sprengsatzes hatte offenbar versagt.










