Der »Ground Pass« bei Grand-Slam-Turnieren ist für echte Tennisfans das einzig wahre Ticket. Bei den Australian Open in Melbourne, den French Open in Paris, in Wimbledon und bei den US Open in New York wird täglich auf rund 20 Plätzen gespielt, und mit dem »Ground Pass« hat man Zugang zu allen – außer den zwei oder drei Hauptplätzen. Die ganz großen Stars sieht man so zwar nicht. Das tut man mit einem teureren Ticket für die großen Stadien allerdings auch nur aus weiter Entfernung.

Dafür erlebt man mit dem »Ground Pass« fast alle Akteure jenseits der Top 5. Und die kleineren Plätze lassen einen richtig nah dran. Wer sich bislang insgeheim eingebildet hat, selbst eine fachgerechte Vorhand zu schlagen, der wird nach ein paar Sekunden in Selfiedistanz zum Weltklasseprofi einigermaßen demütig.

Wer sich für die aktuell laufenden US Open einen »Ground Pass« kaufen wollte, wurde allerdings vor allem eins: einigermaßen wütend.

Die Tickets für die vier wichtigsten Tennisturniere sind in den vergangenen zehn, fünfzehn Jahren zwar deutlich teurer geworden, in Sachen Preis-Leistung waren sie aber immer noch unschlagbar. Ein »Ground Pass« für die French Open kostete in diesem Jahr 39 Euro, einer für Wimbledon 33 Pfund (ebenfalls ca. 39 Euro). Die Australian Open haben ihn für die kommende Auflage für etwa 30 Euro im Verkauf. Preislich konnte man sich kaum beschweren.