Nach dem Drohnenfund in Leipzig möchte Deutschland den Druck auf Putins Schattenflotte erhöhen. Bisher blieb der Druck auf Russlands Energiegeschäft begrenzt.
Der von Greenpeace als Schattenflotten-Tanker identifizierte Öltanker „Kira K“ fährt Ende Juni vor Fehmarn
Philip Dulian/dpa
Russland hat erwartungsgemäß schnell auf die deutschen Ermittlungserkenntnisse zum Drohnenvorfall auf dem Flughafen Leipzig-Halle reagiert. Machthaber Wladimir Putin wies jede Verantwortung für den Anschlagsversuch zurück. Das geschah nur wenige Stunden nachdem Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) Russland für den gescheiterten Anschlag verantwortlich gemacht hatten. Dabei ging es um mit Semtex-Sprengstoff beladene Drohnen auf dem Flugplatz in unmittelbarer Nähe zu ukrainischen Transportfliegern.
Der Kreml reagierte in zahlreichen Vorfällen, die Russland zur Last gelegt wurden, genau so. So etwa beim Abschuss des Flugzeugs MH17 der Malaysia Airways über dem Donbass, den Moskau der Ukraine in die Schuhe schieben wollte. Ein niederländisches Gericht wies nach jahrelangen Ermittlungen dezidiert nach, dass die Verkehrsmaschine mit 298 Menschen an Bord von einer Buk-Luftabwehrrakete abgeschossen wurde, die aus Russland in den Osten der Ukraine gebracht worden war.














