PfadnavigationHomePanoramaSchweizPolizei spricht nach tödlichem Angriff bei Rave von Amoklauf – Behörden nennen neue DetailsVeröffentlicht am 02.09.2026Lesedauer: 3 MinutenNach dem tödlichen Angriff auf ein Rave-Festival im Schweizer Aarau hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Die Ermittler stufen den Fall als Amoklauf ein und gehen von einem Einzeltäter aus. Sehen Sie hier die Pressekonferenz.Bei einem Angriff in Aarau wurde eine 22-Jährige getötet, sechs Menschen wurden verletzt. Die Polizei spricht inzwischen von einem Amoklauf – und informiert auf einer Pressekonferenz über den Einsatz und den Tatverdächtigen.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenDie Schweizer Polizei bezeichnet den tödlichen Angriff bei einem Rave im Schweizer Kanton Aargau in der Nacht zu Sonntag inzwischen als Amoklauf. Eine Frau war dabei erschossen worden, weitere Menschen wurden durch Schüsse verletzt. Knapp 24 Stunden nach der Tat nahm die Polizei einen 43 Jahre alten Schweizer unter dringendem Tatverdacht fest.Die Polizei geht nun mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einem Einzeltäter aus. „Es gibt keinerlei Hinweise auf weitere tatbeteiligte Personen“, sagte Polizeichef Michael Leupold am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Im Zusammenhang mit dieser Tat bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung.Beim Rennverein im Kanton Aargau hatte am Samstag zum fünften Mal ein Rave mit DJs aus der Techno-Szene stattgefunden. Die Veranstalter hatten sich auf 3.500 Besucher eingestellt. Die Schüsse fielen gegen Ende, in den frühen Morgenstunden des Sonntags, als sich noch Dutzende Leute auf dem Gelände aufhielten.Deutsche erlitt StreifschüsseDabei soll der Tatverdächtige am frühen Sonntagmorgen mit dem Auto zu einem Parkplatz nahe des Geländes des Aargauischen Rennvereins gefahren und anschließend zu Fuß zu dem Rave gegangen sein. Dort hielten sich zu diesem Zeitpunkt noch weit mehr als 100 Menschen auf. Der Angreifer habe mit einem Sturmgewehr mehr als 40 Schüsse abgegeben und dabei mehrfach die Schussrichtung gewechselt, teilten die Behörden nun mit.Eine 22 Jahre alte Frau wurde getötet. Fünf Menschen zwischen 24 und 31 Jahren wurden durch Schüsse verletzt, eine weitere Person meldete sich nach Angaben der Polizei am Montag mit Verletzungen durch einen „Abpraller“, wie der Polizeichef sagte. Unter den Verletzten war eine Deutsche. Sie sprach im Interview mit der Zeitung „Blick“ von zwei Streifschüssen. Alle Opfer leben in der Schweiz.Lesen Sie auchNach den Schüssen auf dem Veranstaltungsgelände soll der Angreifer zum Parkplatz zurückgekehrt sein. Dort habe er mit einer Pistole mehrfach geschossen, unter anderem auf ein wegfahrendes Auto, sagte Einsatzleiter Schildknecht. Anschließend sei er geflüchtet. Die Polizei erhielt nach eigenen Angaben mehr als 80 Notrufe. Die teilweise voneinander abweichenden Angaben seien zunächst schwer einzuordnen gewesen. Aufgrund einer Zeugenaussage konzentrierten sich die Ermittler schließlich auf ein Fahrzeug mit einem Kennzeichen aus dem Kanton Jura. Mehr als 100 infrage kommende Fahrzeuge wurden überprüft. Der Tatverdächtige stellte sich später selbst bei der Polizei. In seinem Wagen fanden die Beamten zwei Pistolen und ein Kalaschnikow-Sturmgewehr. Alle drei Waffen waren nach Angaben der Behörden ordnungsgemäß auf den Mann registriert. Die Waffen habe der Mann vor mehr als 20 Jahren legal erworben. Er war zuvor nicht polizeilich bekannt und hatte nach bisherigem Ermittlungsstand keine erkennbare Verbindung zum Tatort Aarau. ll mit dpa