1. Drohnen und DrohenJetzt herrscht Gewissheit. Seit Wochen wurde spekuliert, wer hinter dem vereitelten Drohnenattentat am Flughafen Leipzig/Halle Anfang August stecken könnte. Alles deutete auf Russland hin, doch das war auch die erste Einschätzung beim Anschlag auf die gesprengte Pipeline Nord Stream. Es war eine Fehleinschätzung, wie sich später herausstellte. Die Täter waren Ukrainer.
Minister Wadephul und Dobrindt
Heute nun hat die Bundesregierung den versuchten Sprengstoffanschlag in Leipzig offiziell einem russischen Geheimdienst zugeschrieben. Die Ermittlungen gegen eine oder mehrere mutmaßlich beteiligte Personen seien so weit fortgeschritten, dass Berlin sich aus der Deckung wagt und Russland direkt für die Attacke verantwortlich macht. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) lavierte zuletzt immer um diese Frage herum und sprach lediglich von »fremden Mächten«.Welcher Geheimdienst dahinterstecken soll und welche Konsequenzen die Bundesregierung zieht, ist offen. Außenminister Johann Wadephul (CDU) kündigte eine »ausgewogene und überlegte Reaktion« an. Mutmaßlich beteiligte russische Stellen könnten sanktioniert werden, weitere Diplomaten ausgewiesen werden. Als erste Maßnahme wurde der russische Botschafter ins Außenministerium einbestellt. Ihm wurde offenbar mitgeteilt, dass die Bundesregierung das letzte russische Generalkonsulat in Bonn sowie das Russische Haus in Berlin schließen will (hier mehr). Beratungen der Nato nach Artikel 4 seien vorerst nicht angedacht.












