PfadnavigationHomePanoramaWilliston-StauseeMysteriöse Insel taucht plötzlich in kanadischem Stausee aufVeröffentlicht am 01.09.2026Lesedauer: 2 MinutenSeen- und Flusslandschaft in British ColumbiaQuelle: picture alliance/dpa/AP/Annika HammerschlagAls Anwohner die Bilder einer schwimmenden Insel in einem kanadischen Stausee veröffentlichen, vermuten viele ein mit KI generiertes Video. Dabei war das Eiland echt – und sorgt für Aufsehen.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenEine bewaldete Insel ist im Williston-Stausee im Norden Kanadas aufgetaucht und kurz darauf wieder verschwunden. Nun glaubt der Energieversorger B.C. Hydro, eine Erklärung für das ungewöhnliche Phänomen gefunden zu haben.Das bewaldete Eiland war Mitte August von Anwohnern und Mitarbeitern des Energieversorgers gesichtet worden. „So etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt!“, wurde der Kanadier Rocky Avery, der seit 40 Jahren in der Region lebt, von kanadischen Medien zitiert.Als die Aufnahmen in den sozialen Medien veröffentlicht wurden, glaubten viele zunächst an ein KI-generiertes Video. Doch Satellitenbilder vom 21. Juli bestätigten die Existenz der Insel. Das Eiland befand sich damals im Hauptbecken des Stausees, rund 100 Kilometer westlich des W.A.C.-Bennett-Staudamms. Nach Angaben von B.C. Hydro hatte die Insel eine geschätzte Breite von rund 70 Metern und eine Länge von etwa 140 Metern. Damit umfasste sie rund 9800 Quadratmeter Fläche und war größer als ein kanadisches Footballfeld. Doch kurz darauf war die Insel wieder verschwunden. Auf Satellitenaufnahmen vom 5. August war sie nicht mehr zu erkennen. Bis jetzt. Denn nun wurde sie wieder gesichtet. „Vielleicht sind es inzwischen sogar zwei“, schrieb Avery, weil die neu gesichtete Insel etwas kleiner sei als die davor.Experten des Energieversorgers erklären sich das Phänomen der schwimmenden Inseln damit, dass sich über viele Jahre hinweg Treibholz und abgestorbene Pflanzenreste an einem Uferabschnitt angesammelt haben könnten. Darauf könnten schließlich Sträucher und Bäume Wurzeln geschlagen haben. Als der Wasserstand stieg, könnte sich die Insel gelöst und ins offene Wasser bewegt haben.Der Williston-Stausee war nach einem schneereichen Winter und anhaltenden Regenfällen erstmals seit 14 Jahren wieder vollständig gefüllt. Um Wasser abzulassen, mussten im Juni und Juli die Überläufe des Staudamms geöffnet werden. Nach Angaben von B.C. Hydro könnte gerade dieser außergewöhnlich hohe Wasserstand dazu beigetragen haben, dass sich die Insel von ihrem ursprünglichen Standort löste.kami