Der andere BlickEin Bündnis von Linken, SPD und Grünen wäre für die deutsche Hauptstadt fatal, könnte aber schon bald Realität werden. Es drohen die Verstaatlichung von Konzernen, ein extrem regulierter Flughafen und linksradikale Asylpolitik.01.09.2026, 05.30 Uhr3 LeseminutenElif Eralp will Berlin regieren.Bernd Elmenthaler / Esdes Pictures / ImagoSie lesen einen Auszug aus dem Newsletter «Der andere Blick am Morgen», heute von Jonas Hermann, Redaktor NZZ Deutschland. Abonnieren Sie den Newsletter kostenlos. Nicht in Deutschland wohnhaft? Hier profitieren.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Berlin sei eine linke Stadt, heisst es oft. Aber es gibt auch ein anderes Berlin, das der bürgerlich-konservativen Milieus. Sie sind leise, arbeiten viel und verdienen teilweise gut. Im Klischee leben sie am schönen Stadtrand – in Wahrheit wohnen sie auch in den Innenbezirken. Dort dominieren die linken Parteien seit Jahren politisch. Sie nehmen ihnen die öffentlichen Parkplätze weg oder machen das Investieren in Immobilien so unattraktiv wie möglich, indem sie Vermieter mit aberwitzigen Regeln gängeln.Die Konservativen finden das befremdlich, erdulden es aber, weil sie oft beruflich oder familiär in Berlin gebunden sind. Aber auch, weil sie sich darauf verlassen können, dass die CDU zumindest die wildesten Phantasien ausbremst.Tochter von türkischen MigrantenNoch. Bislang wird die deutsche Hauptstadt von CDU und SPD regiert. Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus in vier Wochen könnte sich das ändern. Dann besteht das Risiko, dass Berlin weit nach links kippt. In der jüngsten Umfrage führt die Linkspartei. Sie könnte mit SPD und den Grünen ein Bündnis bilden und die Sozialistin Elif Eralp zur Regierenden Bürgermeisterin wählen. Eralp ist die Tochter von türkischen Sozialisten, die nach Deutschland einwanderten. Sie ist Volljuristin, bürgernah und fotogen. Damit ist sie dem derzeitigen Bürgermeister Kai Wegner in mehrerlei Hinsicht überlegen.Trotzdem wären Eralp und ihr Linksbündnis für Berlin ein Fluch. Die Wahlprogramme von Roten und Grünen zeigen, was der deutschen Hauptstadt blühen könnte:Die Linkspartei will die grossen Wohnungskonzerne enteignen, obwohl das hochverschuldete Berlin kein Geld hat, um die horrende Entschädigung dafür zu zahlen. Der Wohnungsmarkt in Berlin ist überlastet, doch durch Enteignung entsteht keine einzige neue Wohnung. Man kann das jedem Kind erklären – nur den Linken nicht. Sogar das bekannte Immobilien-Such-Portal ImmoScout24 wollen sie verstaatlichen. Die maximale Härte gegen Menschen mit Eigentum weicht grösster Milde gegenüber Menschen, die nicht einmal im Land sein dürften. «Jede Abschiebung ist eine Abschiebung zu viel», heisst es im Wahlprogramm der Linkspartei.Die Grünen klingen ähnlich: «Abschiebungen dürfen generell nur in Ausnahmefällen erfolgen», steht in ihrem Wahlprogramm. Nach Afghanistan und Syrien wollen die Berliner Grünen gar nicht mehr abschieben. Dass gerade aus diesen Staaten viele kriminelle Migranten kommen, scheint sie nicht zu interessieren. An einem attraktiven Flughafen haben sie offensichtlich auch kein Interesse. So wollen die Grünen das Nachtflugverbot am Flughafen BER verschärfen, obwohl dieser gerade den kompletten Rückzug der wichtigen Airline Ryanair verkraften muss. Privatjets sollen dort gar nicht mehr landen dürfen, wenn es nach den Grünen geht. Einfacher kann man finanzstarke Investoren kaum abschrecken.Die SPD möchte immerhin die Verstaatlichungswünsche der Linken nicht mittragen. Zumindest hat das ihr Spitzenkandidat Steffen Krach eindeutig gesagt. Doch auch das Wahlprogramm der SPD ist für Vermieter ein Graus – und die naheliegende Lösung für den Wohnungsmangel lehnt sie ab: Mit dem Tempelhofer Feld verfügt Berlin über eine riesige Freifläche, die recht zentral gelegen ist. Darauf liessen sich Zehntausende Wohnungen bauen. Die SPD will dort aber lieber einen kostspieligen Park errichten; inklusive künstlicher Welle für Surfer.Sozialismus braucht niemandAll diese Phantastereien würden Berlin nicht voranbringen, sondern zurückwerfen. Bis zum Jahr 2023 wurde die Stadt zwar schon einmal von einem rot-rot-grünen Bündnis regiert, allerdings war die Linkspartei darin nicht stärkste Kraft, und die relativ vernünftigen Bürgermeister stellte die SPD. Mit der Linkspartei als Machtzentrum der Koalition und einer sozialistischen Bürgermeisterin dürfte die Sache anders aussehen.Was Berlin eigentlich braucht, ist offensichtlich: Sauberkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum. Massig Neubau. Ein besseres Klima für Unternehmen und Leistungsträger. Ein sozialistisches Berlin hätte diesen Leuten nichts mehr zu bieten.86 KommentareHenry Hoge 02.09.2026Womöglich ein Webfehler des Grundgesetzes oder des gesellschaftlichen Selbstverständnisses überhaupt, daß die Vermögen der Individuen nicht besser vor staatlichem Zugriff geschützt sind / daß der Gemeinschaft hemmungslos Schulden für Klientelpolitik aufgebürdet werden können.Martin Wienand 02.09.20262 EmpfehlungenGüner Balci for President!
Wahl in Berlin: Deutschlands Hauptstadt droht mit Rot-Rot-Grün der Sozialismus
Ein Bündnis von Linken, SPD und Grünen wäre für die deutsche Hauptstadt fatal, könnte aber schon bald Realität werden. Es drohen die Verstaatlichung von Konzernen, ein extrem regulierter Flughafen und linksradikale Asylpolitik.










