In der Hauptstadt liegt die CDU wieder knapp vor der Linken. Die SPD rutscht weiter ab, aber bei zwei Themen punktet ihr Kandidat Steffen Krach.
Alle fünf Spitzenkandidaten (links, auch die AfD) bei der Berliner IHK
Sebastian Gollnow/dpa
Es ist 17.30 Uhr, als der entscheidende Moment da ist. Die Spitzenkandidatenrunde bei der Berliner Wirtschaft in Charlottenburg wird zwar noch fast eineinhalb Stunden weiter gehen. Aber genau jetzt legt SPD-Frontmann Steffen Krach sich fest, dass es unter jetzigen Umständen nach der Abgeordnetenhauswahl am 20. September kein Linksbündnis gibt – zumindest nicht mit ihm.
Die fünf Kandidatinnen und Kandidaten der derzeit im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien sollen in diesem Moment mit einer grünen oder roten Karte anzeigen, wie sie zu folgendem Satz stehen: „Treten Sie einem Senat bei, der Enteignung anstrebt?“ Elif Eralp (Linkspartei) und Werner Graf (Grüne) zeigen die grüne Seite der Karte, Stefan Evers (CDU und Kristin Brinker (AfD) hingegen die rote – und das macht auch Krach. Er bleibt damit bei seiner ablehnenden Haltung zur Enteignung großer Immobilienbesitzer, die er seit seiner Nominierung im vergangenen Jahr vertritt.










