Berlin wird nach einem Hackerangriff erpresst. Dabei zeigt sich: nicht nur die Datensicherheit ist dürftig, sondern auch die Krisenkommunikation.
W ie naiv die Berliner Verwaltung mit IT-Sicherheit umgeht, offenbaren einige der zahllosen Dokumente, die jetzt in die Hände von Hackern geraten sind. „Passwort.docx“ heißt etwa eine unverschlüsselte Datei mit allen möglichen Zugangsdaten, darunter das Kennwort „Sonnenschein13“. Und aus einer anderen Liste geht hervor, dass ein Sachbearbeiter überall das gleiche, schwache Passwort verwendet hat: „Ahabostsee123“.
Aber es sind nicht allein die erbeuteten Logins, die den Cyberangriff auf Berlin zum Fiasko machen. Hinzu kommen eine schlechte Krisenkommunikation, eine erstaunliche Unwissenheit über die eigene IT-Infrastruktur – und eine gehörige Portion Verantwortungslosigkeit gegenüber den Einwohner*innen der Stadt.
Fast zehn Tage lang hat Berlins schwarz-rote Landesregierung kleingeredet, was sich inzwischen als der größte Cybervorfall in der Geschichte der Stadt herausstellt: Bereits am 7. August waren Hacker in das Landesnetz eingedrungen – und wurden erst eine Woche später erwischt. Selbst dann dauerte es nochmal drei Tage, bis die Öffentlichkeit informiert wurde – und das viel zu spärlich und erstaunlich gutgläubig.











