An den bei der Cyberattacke auf die Berliner Verwaltung erbeuteten Daten könnten unterschiedlichste Kriminelle Interesse haben. Das gelte etwa für Passwörter, die bei dem Mitte August bekannt gewordenen Angriff möglicherweise abgeflossen seien, sagte der IT-Administrator Joachim Selzer der Deutschen Presse-Agentur. Den böswilligen Akteuren selbst gehe es um Erpressung. „Die Drohung ist im Moment, dass sie die Daten wie zum Beispiel Passwörter auf dem Schwarzmarkt verkaufen“, sagte Selzer, einer der Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC). „Wenn sie sich nicht völlig unglaubwürdig machen wollen, dann werden sie das auch tun.“
Welche Folgen das haben könnte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. „Es ist die Frage, ob sie an die Passwörter im Klartext rangekommen sind oder in verschlüsselter Form als sogenannte Hashes“, erklärte Selzer. „Wenn sie ein Klartextpasswort haben, können sie es sofort verwenden und irgendwelche Seiten hacken.“ Anders sei es, wenn die Passwörter nur in verschlüsselter Form verkauft würden. „Dann müssten die Leute, die diese Hashes bekommen, erst mal versuchen, sie zu knacken. Das ist dann schon mit etwas höherem Aufwand verbunden.“
Kriminelle können Daten für Identitätsdiebstahl missbrauchen










