Russland baut seine LNG-Lieferungen nach China kräftig aus – obwohl Chinas gesamte Nachfrage nach Flüssigerdgas sinkt. Von Januar bis Juli stiegen die chinesischen Importe aus Russland um 24,9 Prozent auf 4,23 Millionen Tonnen, während die gesamten LNG-Einfuhren um 4,6 Prozent zurückgingen. Das geht aus einem Bericht des Finanzdienstleisters S&P Global hervor.Angetrieben wird das Wachstum vor allem durch das sanktionierte Großprojekt Arctic LNG 2. Der Betreiber Novatek bietet die Ladungen laut S&P Global Energy mit Abschlägen von 30 bis 40 Prozent auf die asiatischen LNG-Referenzpreise an und hat seine Transportkapazitäten schneller als erwartet ausgebaut. Seit Februar wurden sieben Tanker für Arctic LNG 2 in Betrieb genommen. S&P Global CERA hob vor diesem Hintergrund seine Absatzprognose für 2027 um zwei Millionen auf 7,24 Millionen Tonnen an.
Russlands Anteil an Chinas LNG-Importen wächst
Der Anteil russischen Flüssigerdgases an Chinas LNG-Importen stieg in den ersten sieben Monaten dieses Jahres von 9,5 auf 12,5 Prozent. Von März bis Juli lagen die Einfuhren aus Russland in jedem Monat über dem jeweiligen Vorjahreswert. Im Juni betrug der Anstieg sogar 92,9 Prozent.
Gleichzeitig brachen Chinas LNG-Importe aus Katar ein. Sie sanken von Januar bis Juli um 55,2 Prozent auf 4,89 Millionen Tonnen. Katars Anteil am chinesischen Importmix fiel damit von 30,7 auf 14,5 Prozent. Neben Russland profitierten davon unter anderem Malaysia, Kanada, Oman und Nigeria.







