PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNach Auftritt in Neukölln„Linke muss klären, ob Eralps Wort gilt“, mahnt Grünen-Politiker – Rapper wehrt sich gegen KritikStand: 18:53 UhrLesedauer: 2 MinutenWerner Graf, Berliner Spitzenkandidat der GrünenQuelle: Jan Alexander CasperGrünen-Politiker Werner Graf erhöht nach dem Auftritt von Rapper Dahabflex den Druck auf die Berliner Linke. Der Musiker, der zur Intifada aufgerufen hatte, fühlt sich verkannt und greift Parteispitze und Medien an.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenDer Spitzenkandidat der Berliner Grünen, Werner Graf, hat nach dem Auftritt des Rappers Dahabflex bei der Veranstaltung „Wütend auf den Kapitalismus“ in Berlin-Neukölln Konsequenzen von der Linken gefordert. Dabei brachte er auch parteiinterne Ordnungsverfahren ins Spiel. „Die Linke muss jetzt klären, ob das Wort von Elif Eralp gilt. Sie hat Konsequenzen angekündigt“, sagte Graf dem Nachrichtenportal „T-Online“ über die Spitzenkandidatin der Berliner Linken. „Jetzt steht die Frage im Raum: Gibt es diese auch? Werden etwa parteiinterne Ordnungsverfahren eingeleitet oder was passiert jetzt genau?“ Daran werde sich zeigen, ob Eralp sich in ihrer Partei durchsetzen könne.Graf betonte weiter: „Ganz generell geht es darum, wie groß der Einfluss des Neuköllner Bezirksverbands auf eine mögliche Regierung und die Fraktion sein wird.“ Es könne nicht sein, dass man in eine Situation komme, „in der eine Regierung davon belastet wird, dass sich solche Vorfälle mit dem Neuköllner Bezirksverband alle zwei, drei Wochen wiederholen“.Lesen Sie auchEralp hatte sich zuvor deutlich von dem Auftritt des Rappers Dahabflex bei der Wahlkampfveranstaltung des Neuköllner Bezirksverbands distanziert. Dieser hatte bei dem Event unter anderem zur Intifada – also zum gewalttätigen Aufstand gegen Israel – aufgerufen. „Der Bezirksverband Neukölln hat den Sänger eingeladen, ich erwarte, dass dort aufgeklärt wird, wie es zu so einer Grenzüberschreitung kommen konnte und dass es Konsequenzen gibt. Ich stehe klar für den Schutz von jüdischem Leben und gegen jede Form von Antisemitismus“, sagte Eralp.Der Rapper selbst äußerte sich unterdessen kritisch zur Berichterstattung, den erhobenen Vorwürfen und den politischen Reaktionen. „Eine zweieinhalbstündige Veranstaltung wird auf zwei Zeilen reduziert, die völlig aus dem Kontext gerissen werden“, schrieb er in einer Instagram-Story mit Bezug auf einen „Tagesspiegel“-Artikel. „Und anstatt auf die verzerrte Berichterstattung aufmerksam zu machen, wirft man seine Parteigenoss:innen den Wölfen zum Fraß vor.“Auch an Kerstin Wolter, Landesvorsitzender der Berliner Linken, übte der Rapper Kritik, nachdem diese sich „stinksauer“ über den Auftritt gezeigt hatte. „Ebenso enttäuschend ist, wie unkritisch mit den schwerwiegenden Vorwürfen, die gegen mich erhoben werden, und mit Aussagen, die mir in den Mund gelegt werden, umgegangen wird“, schrieb Dahabflex. „Kerstin Wolter, keine Ahnung, wer du bist, aber magst du mir vielleicht sagen, wann ich je zu Gewalt gegen Zivilisten aufgerufen habe?“doli
Nach Auftritt in Neukölln: „Linke muss klären, ob Eralps Wort gilt“, mahnt Grünen-Politiker – Rapper wehrt sich gegen Kritik - WELT
Grünen-Politiker Werner Graf erhöht nach dem Auftritt von Rapper Dahabflex den Druck auf die Berliner Linke. Der Musiker, der zur Intifada aufgerufen hatte, fühlt sich verkannt und greift Parteispitze und Medien an.









