Es ist die bisher größte globale Bestandsaufnahme: Forschende haben weltweit an Zehntausenden Standorten Korallenriffe untersucht. Ihre Ergebnisse zeigen: Die Riffe sind massiv gefährdet. Aber noch nicht verloren.

31.08.2026, 17.05 Uhr

Korallenbleiche vor Lizard Island im südlichen Great Barrier Reef

Sie gelten als Wälder der Meere und bieten zahlreichen Geschöpfen einen einzigartigen Lebensraum: Korallenriffe sind für die Biodiversität unserer Erde unverzichtbar. Doch weltweit geraten Riffe zunehmend unter Druck: Sie bleichen aus und schrumpfen immer weiter. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1980 bis 2009 ist die weltweite Bedeckung mit Hartkorallen bereits um rund 9,5 Prozent gesunken. Das geht aus dem Bericht »Zustand der Korallenriffe der Welt: 2025« des Global Coral Reef Monitoring Network (GCRMN) hervor, der im pazifischen Inselstaat Palau vorgestellt wurde.

Für die globale Bestandsaufnahme wurden mehr als 21 Millionen Beobachtungen von mehr als 36.800 Riff-Standorten in 124 Ländern, Gebieten und Territorien ausgewertet. Demnach hat jedes der vier großen weltweiten Korallenbleiche-Ereignisse seit 1998, die durch marine Hitzewellen ausgelöst wurden, zu einem deutlichen Rückgang der Hartkorallen geführt.