Die bisher größte globale Bestandsaufnahme zeigt, dass Korallen weltweit stark unter Druck stehen. Damit Riffe sich erholen, brauchen sie Zeit.
Vor der Küste Panamas: Korallenbleiche ist eine Stressreaktion von Steinkorallen, bei der sie ihre typische Färbung einbüßen
Matias Delacroix/ap
dpa | Korallenriffe weltweit geraten zunehmend unter Druck: Auf jedes große Bleiche-Ereignis folgt ein weiterer Rückgang der Hartkorallen – und die Erholungsphasen dazwischen werden immer kürzer, wie ein Bericht feststellt. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1980 bis 2009 ist die weltweite Bedeckung mit Hartkorallen bereits um rund 9,5 Prozent gesunken. Das geht aus dem Bericht „Zustand der Korallenriffe der Welt: 2025“ des Global Coral Reef Monitoring Network (GCRMN) hervor, der nun im pazifischen Inselstaat Palau vorgestellt wurde.
Für die globale Bestandsaufnahme wurden mehr als 21 Millionen Beobachtungen von mehr als 36.800 Riff-Standorten in 124 Ländern, Gebieten und Territorien ausgewertet. Demnach hat jedes der vier großen weltweiten Korallenbleiche-Ereignisse seit 1998, die durch marine Hitzewellen ausgelöst wurden, zu einem deutlichen Rückgang der Hartkorallen geführt.










