Drei Monate sind keine besonders lange Zeit. Aber man kann in drei Monaten als Chef der mächtigsten Notenbank der Welt viel falsch machen – oder manches richtig. Kevin Warsh, der seit Mai der Federal Reserve vorsitzt, hat in seiner kurzen Amtszeit bislang zwei Dinge bewiesen: Er ist nicht der Trump-Loyalist, für den ihn viele seiner Kritiker hielten. Noch wichtiger aber ist, dass Warsh offenbar weiß, wie man mit einem US-Präsidenten umgehen muss, der von der Unabhängigkeit der US-Notenbank bekanntlich nicht viel hält.