Die Aktivisten ziehen von Haustür zu Haustür, werben für taktisches Wählen und verfolgen dabei nur ein Ziel – den Wähler von seiner Wahlentscheidung abbringen. Im „Namen der Demokratie“.

In besonderem Maße trifft das auf Vertreter der sogenannten Nichtregierungsorganisationen zu, die zum Teil großzügig mit Bundesmitteln gefördert werden. Gleich mehrere dieser NGOs hatten angekündigt, in den Wahlkampf einzugreifen. So klingeln Aktivisten der Organisation Landesnetzwerk Migrantenorganisation Sachsen-Anhalt (Lamsa) an Haustüren, um potenzielle AfD-Wähler mit Gesprächen zu bekehren. „Deep Canvassing“ nennen sie die aus den USA übernommene Methode.

Durch empathisches Zuhören und psychologisch strukturierte Fragen soll eine Beziehung zum Wähler aufgebaut werden, nur um ihn anschließend vom Standpunkt der Aktivisten zu überzeugen. Eine perfide Manipulationstaktik. Um möglichen Argumenten der Wähler etwas entgegensetzen zu können, haben die Aktivisten zudem eine App entwickelt, die passende „Fakten“ liefern soll. In Wahrheit sind es keine Fakten, sondern Argumentationsbausteine, um im Haustürwahlkampf gegen den Wähler zu obsiegen. Dass solche Faktenchecks weder neutral noch objektiv sind, dürften viele AfD-Wähler längst wissen.