In den Tagen vor der Wahl fahren antifaschistische Initiativen noch einmal auf: Überall in Sachsen-Anhalt gibt es Proteste gegen AfD und Rechtsruck.

Es gibt kein ruhiges Hinterland

Jan Woitas/dpa

Die Wahlen am 6. September in Sachsen-Anhalt sind ohne Frage eine Schicksalswahl: Erstmals seit 1945 droht in Deutschland eine rechtsextreme Partei, stärkste Kraft zu werden. Kein Wunder also, dass die vielen antifaschistischen Menschen vor Ort noch einmal alles geben. Das Spektrum reicht dabei von „Demokratiefesten“ wie in Wittenberg oder Eisleben am Freitagnachmittag über Protesten für ein AfD-Verbot in Halle am Samstag (14 Uhr, Steintor) bis zu einem antifaschistischen 161-Camp am Wochenende in Genthin.

Bei einer größeren Demo antirassistischer Initiativen in Magdeburg am Samstag sollen dabei diejenigen im Mittelpunkt stehen, deren Rechte die AfD am unmittelbarsten angreift: Geflüchtete. Doch auf dem Protest, der sich explizit an Menschen mit Rassismuserfahrung richtet, sollen auch die Parteien der sogenannten Mitte angeklagt werden, die, so heißt es, das Asylrecht immer stärker aushöhlen. Los geht es um 13 Uhr am Hauptbahnhof.