Der niederländische Fußballverband KNVB hat sich von Fifa-Präsident Gianni Infantino distanziert und fordert eine umfassende Reform der Fifa. Dafür schlägt er einen internationalen Sondergipfel vor. »Ein neuer Präsident allein genügt nicht. Auch die Art und Weise, wie die Fifa geführt wird, muss sich ändern«, erklärte der Verband. Der niederländische Verband KNVB geht nun noch weiter. Vor den für das kommende Jahr im März geplanten Fifa-Wahlen müsse über die künftige Ausrichtung des Weltverbands beraten werden, so der Verband. »Die wichtigste Frage lautet: Welche Art von Fifa braucht der Fußball?«, erklärte der Verband. Erst danach solle eine Führung gewählt werden, die zu diesem Kurs passe. Das Vertrauen in die Fifa und Infantino sei verloren gegangen.
Reformkonferenz in AmsterdamDer Verband bietet an, eine Reformkonferenz in Amsterdam auszurichten. Dort sollen verschiedene Ideen mit Fußballverbänden und -konföderationen aus aller Welt diskutiert werden. Als Gründungsmitglied der Fifa fühle sich der KNVB in besonderer Weise für den internationalen Fußball verantwortlich.
Der KNVB will nach eigenen Angaben darauf hinwirken, dass bis zu 90 Prozent der Einnahmen des Weltverbands in den Fußball fließen. Das Geld solle transparent und nach klaren Regeln eingesetzt werden. Auch Menschenrechte und Nachhaltigkeit müssten bei Entscheidungen der Fifa berücksichtigt werden – etwa bei der Vergabe von Weltmeisterschaften. Das, betonte der KNVB, sollte aber »kein europäischer Plan für den Rest der Welt sein. Wir wollen diese neue Richtung gemeinsam mit den 211 Fifa-Mitgliedsverbänden und den Konföderationen aus aller Welt entwickeln.«








