Als sein Sohn mit zwölf zusammengeschlagen wurde, zeigte Errol Musk kein Mitgefühl: «Ich bin Elons Vater, nicht sein Kumpel»Noch kontroverser als Elon Musk ist dessen Vater Errol Musk. Wer ist der heute achtzigjährige Ingenieur? Musk senior über seine Bewunderung für Wladimir Putin, den Rechtsextremen Tommy Robinson und seine wechselhafte Beziehung zu seinem Sohn.David Pilling 30.08.2026, 05.30 Uhr10 LeseminutenDrei Ex-Frauen, 23 Enkelkinder und diverse Anschuldigungen: Errol Musk zeigt im November 2024 zu Hause in Südafrika Bilder seiner Familie.Torbjörn Selander / Expressen / TT / ImagoDie zuckenden Flammen des Cheminées im Restaurant lassen an Mr. Hyde denken, doch die grosse, väterliche Gestalt, die meine Hand drückt und ein strahlend weisses Lächeln zeigt, erinnert an Dr. Jekyll. Es war Elon Musk, der seinem Biografen erzählt hat, sein Vater habe eine Jekyll-und-Hyde-Natur. Errol Musk selbst hingegen sagte, das Buch sei «sehr, sehr schlecht» und voller Fehler.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.In einem Interview mit dem Magazin «Rolling Stone» von 2017 erzählte Elon Musk über seinen Vater auch: «Fast jede böse Tat, die man sich vorstellen kann, hat er begangen.» Kurz zuvor hatte er entdeckt, dass Errol Musk ein Kind mit der eigenen Stieftochter gezeugt hatte, einer Frau, die etwa vierzig Jahre jünger ist als er.Doch als Errol Musk das Restaurant in Langebaan an der Westküste Südafrikas betritt, besitzt er eine faszinierende Präsenz. Er ist höflich und fixiert mich mit seinen blauen Augen. Wir wechseln die Tische, weil es, wie er freundlicherweise anmerkt, am Feuer – es ist Winter in Südafrika – nicht nur zu heiss, sondern auch zu laut sein werde.«Das ist ein sehr schönes Restaurant», sagt er und fügt auf Nachfrage hinzu: «Ich war schon mit Elon in dieser Stadt, aber noch nicht in diesem Restaurant.» Während unseres gesamten Gesprächs werden die länglichen Ausführungen des Achtzigjährigen, ob heiter oder düster, immer wieder vom Vorzeigen seiner perfekten Zähne im furchigen Gesicht unterbrochen.Das meiste, was ich über ihn gelesen hatte, war düster. Elon Musk berichtete von einer traumatischen Kindheit. Errol Musks erste Frau, Maye Haldeman, eine Schönheitskönigin, sagte, sie habe dessen wahres Wesen während ihrer Flitterwochen in Europa entdeckt, aus denen sie «voller blauer Flecken und schwanger» zurückgekehrt sei. Das Paar liess sich scheiden, als Elon acht Jahre alt war; zu diesem Zeitpunkt waren sein jüngerer Bruder Kimbal und seine Schwester Tosca bereits geboren.In der letzten Zeit ist Errol Musk zum Fürsprecher sowohl von Wladimir Putin als auch vom britischen Rechtsextremen Tommy Robinson geworden. Im Juli bezahlte er, damit Robinson – er beschreibt ihn als «so höflich und zurückhaltend» – am russischen Anti-Davos teilnehmen konnte.Anschuldigungen wegen sexuellen MissbrauchsLetztes Jahr veröffentlichte die «New York Times» einen ausführlichen Artikel, laut dem Errol Musk beschuldigt wurde, fünf seiner Kinder und Stiefkinder sexuell missbraucht zu haben. Der Bericht berief sich auf Gerichtsakten, persönliche Korrespondenz und Interviews mit Familienmitgliedern und sagte, die Anschuldigungen reichten bis ins Jahr 1993 zurück, und Elon habe manchmal auch eingegriffen, nachdem Verwandte ihn um Hilfe gebeten hätten. Laut der Zeitung kam es zu drei separaten polizeilichen Ermittlungen, wovon mindestens zwei eingestellt wurden. Errol Musk, der nie wegen eines Verbrechens verurteilt wurde, weist die Vorwürfe entschieden zurück. Er bestreitet auch, Maye jemals geschlagen zu haben.Während des Treffens mit Errol Musk dachte ich mehrmals, dass ich eigentlich gar nicht hätte hier sein sollen. Wäre er nicht Elons Vater, wäre er unbedeutend: ein ehemaliger Smaragdhändler mit drei Ex-Frauen und extremen Ansichten. Aber Errol Musk – Raketenenthusiast, Zuchtmeister, Märchenerzähler und Erforscher aller Abgründe im Internet – ist eine überlebensgrosse Figur in Elon Musks Leben.Ein Teil von Elon Musks eigenwilligem Genie, einschliesslich seines frühen Interesses an Computern und seines Risikoappetits, lässt sich auf seinen Vater zurückführen – einen Mann, den der Sohn sowohl als legitimen Geschäftsmann als auch als Hochstapler bezeichnet hat. Obwohl sich die beiden fremd wurden – laut dem Vater nicht mehr –, haben sich ihre Ansichten in letzter Zeit bei einer Reihe von Themen einander angenähert, darunter die angeblichen Vorzüge der europäischen extremen Rechten und die angebliche Dystopie, in die das Vereinigte Königreich durch Zuwanderung geraten sei.Errol Musk behauptet, dass er und sein Sohn sich immer noch Nachrichten schrieben und beide mit lief vir jou («Ich liebe dich» auf Afrikaans) unterzeichneten. Indem er Elon als sein erstes Kind zeugte, hat Errol Musk buchstäblich die Welt verändert. Als wollte man dies verdeutlichen, krachten nur wenige Stunden vor unserem Treffen und fast 56 Jahre nach Errols Flitterwochen Teile einer von Elons SpaceX-Falcon-9-Raketen auf den Mond.«Prügel gehörte zum Alltag»In unserem fast vierstündigen Gespräch gibt es mehrere Momente, in denen einem die Kinnlade herunterfällt. «Wir sind in Südafrika sehr privilegiert; wir haben Lebensmittel von sehr hoher Qualität, und sie sind sehr günstig. Das hat es eigentlich allen Bevölkerungsgruppen, einschliesslich der schwarzen Bevölkerung, ermöglicht, astronomisch zu wachsen», sagt er in seinem schauspielerischen Tonfall. «Heute wächst man nicht mehr so, es sei denn, man hat extrem gute Bedingungen, gutes Essen, gute medizinische Versorgung und so weiter.»Ich lasse die implizite Verteidigung der Apartheid auf sich beruhen, um später darauf zurückzukommen. Ausserdem leidet Errol Musk an einer leichten Schwerhörigkeit, was ihn gegen Unterbrechungen immun macht.«Ich bin in einem sehr harten Südafrika aufgewachsen. Prügel gehörte zum Alltag», sagt er und fügt hinzu, dass die Erziehungsmethoden seines Vaters keine Ausnahme gewesen seien. «Es war einfach eine primitivere Umgebung.» Auch Errol Musk war als Vater kein verhätschelnder Typ. Als Elon zwölf Jahre alt war, schlug ihn ein Schulkamerad so schwer zusammen, dass er eine Woche lang im Spital lag. Errol Musk zeigte kein Mitgefühl. «Ich bin sein Vater, nicht sein Kumpel», erzählt er mir. Er sagt, Elon habe damals, als er erfahren habe, dass der Vater des Knaben durch Suizid gestorben sei, den Vater als «dumm» bezeichnet. Er habe Erwachsene oft als dumm bezeichnet, sagt Errol. «Dumm» ist, wie ich bemerke, auch ein Wort, das Errol häufig verwendet.Nach der Scheidung der Eltern zog Elon schliesslich zum Vater nach Pretoria, was er später bereute. Während ich an meinem Drink nippe, frage ich: «Warum hat Elon Sie als Hochstapler bezeichnet?» – «Ich wurde vom Dekan der Universität Witwatersrand als Phänomen bezeichnet», pariert dieser und fügt hinzu, dass er gleich nach der Universität frühe IBM-Computer programmiert und sich mit komplexen Patenten beschäftigt habe.Elon wurde mit dem Rolls-Royce zur Schule gefahrenEs ging Errol Musk finanziell gut als Ingenieur und später als Smaragdhändler. Elon, so erzählt er, sei mit dem Rolls-Royce zur Schule gefahren worden. Die Wochenenden verbrachten sie auf dem Bauernhof des Vaters, wo Elon und Kimbal auf Pferden ritten und Motorräder fuhren. «Elon war sehr glücklich. Er hatte alles, was sich ein Bub nur wünschen konnte.»Elon verschlang die Enzyklopädien seines Vaters. In dessen Büro entdeckte er ein Buch, das futuristische Erfindungen abbildete, darunter eine durch Ionenantrieb beschleunigte Rakete. Elon Musk schoss eigene Raketen ab und nutzte das Chlor des Schwimmbads als Treibstoff. Sein Vater sagt, sie hätten eines der schönsten Häuser in Pretoria gehabt. «Die frühen achtziger Jahre waren goldene Jahre.»Das Essen trifft ein. Errol betrachtet sein rosa gebratenes Steak. «Hier ist alles gut», sagt er strahlend.Errol Musk hat in jüngeren Interviews – von denen er für einige bezahlt wird – gesagt, er habe während der Apartheid nie Anzeichen von Unterdrückung gesehen. Man musste damals schon vorsätzlich blind sein, wie es die meisten weissen Südafrikaner waren, um ein System nicht zu bemerken, das Millionen schwarzer Menschen gewaltsam aus ihren Häusern vertrieb, Passgesetze durchsetzte und Mischehen verbot. Als ich ihn darauf anspreche, sagt er: «Ich war kein Befürworter der Apartheid. Wir haben zu Hause mit unseren Angestellten nie irgendeine Form von Apartheid praktiziert.»Freunde in den USA machten Alexandra, Errol Musks Tochter aus dritter Ehe und Elons Halbschwester, wegen ihrer südafrikanischen Herkunft schwere Vorwürfe. Ihr Vater sagt, er habe ihr geraten: «Wenn sie dich das nächste Mal nach der Apartheid fragen, frag sie, wo die Indianer sind. Sag ihnen, dass du eines ihrer Dörfer sehen willst. Sie werden dich nicht mehr belästigen, weil sie sich dessen bewusst sind, dass sie 26 Millionen Indianer beseitigt haben.»Ich komme auf seine jüngste Schwärmerei für Russland zu sprechen, ein Thema, das bei ihm eine verbale Schleuse öffnet. «Russland ist erstaunlich. Russland ist ein Geheimnis, das vor uns verborgen wird», sagt er und nimmt eine Gabel voll Reis. Er wurde letztes Jahr zum «Forum der Zukunft» nach Moskau eingeladen, um Themen wie traditionelle Familienwerte und den Bevölkerungsrückgang zu diskutieren. Errol Musk hat mit 23 Enkelkindern seinen Teil dazu beigetragen, Letzteren aufzuhalten – etwas weniger allerdings, um Erstere zu fördern.«Alle Brücken über die Moskwa sind voller Blumen»,«Moskau ist mit Abstand die schönste Hauptstadt der Welt», sagt er. «Sie scheinen einen genetischen Vorteil zu haben. Es gibt keine hässlichen russischen Frauen. Die meisten liegen über der Sieben-Punkte-Marke und viele bei neun oder zehn.» Ich ignoriere seinen Ausflug in die Miss-World-Kriterien von 1960 und frage, ob es ihn nicht störe, dass Putin ein Diktator und ein Kriegstreiber sei. «Die ganze Welt ist autoritär», hält er dagegen und fügt hinzu, dass Russland zu Recht in die Ukraine einmarschiert sei, die in seiner Darstellung zuerst den Donbass angegriffen habe.«In Russland gibt es keine Kriminalität. Es gibt keine Polizei. Alle Brücken über die Moskwa sind voller Blumen», sagt er, ein Dreiklang, der Alexander Puschkin zum Erröten bringen würde. In einer eher singulären Einschätzung bezeichnet er Putin als «einen sehr bescheidenen Typen ohne Allüren».«Moskau ist mit Abstand die schönste Hauptstadt der Welt», findet Errol Musk, hier beim Besuch des orthodoxen Ostergottesdienstes in der Christ-Erlöser-Kathedrale im April 2026.Mikhail Metzel / Zuma / ImagoDa wir nun hüfttief drinstecken, denke ich mir, ist es besser, ganz durchzugehen. Sowohl Errol als auch Elon Musk haben über X, die Social-Media-Plattform, die der Sohn 2022 für 44 Milliarden Dollar kaufte, ihren Einfluss genutzt, um Europas extreme Rechte zu unterstützen. Letztes Jahr, vor den vorgezogenen Wahlen in Deutschland, sagte Elon Musk in einer Livestream-Diskussion auf X mit Alice Weidel, der Chefin der Alternative für Deutschland: «Nur die AfD kann Deutschland retten, Punkt.»Vater wie Sohn haben auch ihre Unterstützung für Marine Le Pen geäussert. Errol Musk erzählt mir, das Kandidaturverbot, das Le Pen zunächst für die französischen Präsidentschaftswahlen 2027 erhalten habe – nach ihrer Verurteilung im Jahr 2025 wegen der Veruntreuung europäischer Gelder –, sei der Beweis dafür, dass Emmanuel Macron der Feind sei. «Der Todesstern ist von Macron und seiner Bande besetzt», sagt er in Anspielung auf die planetengrosse Waffe in «Star Wars», dem ersten Film, den Elon je im Kino sah.Warum unterstützt Errol Musk den Rechtsextremen Tommy Robinson, einen Mann, der offenbar darauf aus ist, antimuslimische Selbstjustiz in Grossbritannien zu schüren? Ich frage, ob es die Musk Foundation war, die Robinsons Flug nach Russland bezahlt habe, wie an anderer Stelle berichtet wurde. «Nein, ich habe bezahlt. Das hatte nichts mit der Musk Foundation zu tun», antwortet er und beschreibt die Stiftung als eine «separate Sache», die Geld in Tech-Startups stecke und über einen strengen Governance-Kodex verfüge.Aber warum greift er für Robinson sogar in die eigene Tasche? «Ich stimme ihm vollkommen zu. Ich finde, die Engländer sind sehr kurzsichtig, ihr Kapital wegzugeben. London hat eine so wunderbare Geschichte, und jetzt stammen drei Viertel der Londoner von woanders her . . .» – «Nicht drei Viertel», werfe ich ein – «. . . man muss wirklich eine Schraube locker haben, um so etwas zu tun.»Anscheinend hatte Robinson – mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon – ein Fernsehinterview gesehen, in dem Errol Musk ihn zum künftigen britischen Premierminister erklärt hatte. «Er rief mich aus seiner Gefängniszelle an, um sich zu bedanken: ‹Danke, Bruvver›», sagt Errol mit nachgemachtem Cockney-Akzent. «Dann hat Elon sofort veranlasst, dass all seine Anwaltskosten übernommen werden.»Seine Verwandten schnorren ständig EssenAber ist Robinson nicht einfach ein Schläger? «Sie sind die letzte Person, die ich als Schläger bezeichnen würde», sagt er und lächelt mich freundlich an. «Aber im Vergleich zu ihm sind Sie ein Schläger. Also reimen Sie es sich zusammen.»Wir bestellen Kaffee.Er äussert sich zum Niedergang Grossbritanniens, eines Landes, das er als Idylle in Erinnerung hat. Jetzt nimmt er eine «allgemeine Schlampigkeit, ungepflegte Strassenränder, überall wucherndes Unkraut» wahr, Verwandte, die ständig Essen schnorrten. «Sie sind alle so knapp bei Kasse.»Dann sagt er plötzlich: «Ich habe viele Seereisen auf Jachten gemacht. Wenn Keir Starmer an Bord wäre, würde ich ihn über Bord stossen. Er ist ein wirklich übler Kerl. Er ist schwul.» – «Starmer ist nicht schwul», höre ich mich selbst über den ehemaligen Premierminister sagen. Verblüfft vergesse ich hinzuzufügen: Und was, wenn er es wäre?«Ich habe nichts gegen Schwule», nimmt er vorweg. Sein Einwand richtet sich gegen Starmers angebliche Nachlässigkeit als Leiter der Staatsanwaltschaft während des Grooming-Gang-Skandals, bei dem Männer hauptsächlich pakistanischer Herkunft systematisch junge Frauen und Mädchen missbrauchten. «Um sich bei den Muslimen einzuschmeicheln. Wie auch immer, ich glaube, wir geraten gleich in einen Streit», sagt er besänftigend.Ich schneide das Interview an, das sein Sohn der Chefredaktorin von «The Economist» gegeben hat und in dem dieser viele ähnliche Anliegen vertrat wie sein Vater. Was hat er davon gehalten? «Eine dumme Frau. Ich wollte ihr ein Facelifting verpassen.» Nein, sage ich stöhnend, was er vom Interview gehalten habe? «Sie hat eine überhebliche Haltung eingenommen. Und bei Elon ist das ein wirklich grosser Fehler. Als sie sagte: ‹Die Leute verabscheuen Sie›, hat das Elon wirklich weh getan, denn ich kenne Elon sehr gut, ich meine, sehr, sehr gut. Er ist ein bisschen kindlich, und bei jungen Buben muss man vorsichtig sein, was man sagt.»Der ewige Übervater«Er ist 55», stammle ich. «Ja, aber er ist sehr wie ein Bub.» Talulah Riley, die Elon Musk zweimal heiratete und die sich zweimal von ihm scheiden liess, erzählte dessen Biografen Ähnliches: «In dem Mann steckt immer noch ein Kind, das vor seinem Vater steht.»Errol Musk mochte dafür Elons Konter, als dieser der «Economist»-Chefin sagte, deutlich mehr Menschen verabscheuten sie als Vertreterin der Medien. «Das war genial. Das traf sie mitten ins Herz.»Jetzt stecken wir wirklich tief im «rabbit hole», in den finsteren Abgründen des Internets, und Errol Musk kommt auf Anthony Fauci zu sprechen, den ehemaligen medizinischen Chefberater des amerikanischen Präsidenten, von dem er überzeugt ist, dieser werde ins Gefängnis wandern. Errol Musks Ansichten zu Jeffrey Epstein bleiben mir erspart (natürlich lebt er noch). Covid war ein Betrug, sowohl harmlos als auch Teil eines Komplotts zur Reduzierung der Weltbevölkerung. Natürlich sei Michelle Obama ein Mann, sagt er und rollt mit den Augen, als wäre ich der letzte Mensch auf Erden, der das nun endlich kapiert.Während des gesamten Gesprächs zeigt er wenig Wut, schon gar nicht mir gegenüber. Tatsächlich legt er eine anscheinend ehrliche Besorgnis darüber an den Tag, dass ich eine Covid-Auffrischungsimpfung erhalten habe – etwas, von dem er einst voraussagte, dass es zum plötzlichen Tod führe.«Sie sehen ziemlich gesund aus», sagt er hoffnungsvoll.Er steht auf, um zu gehen. «Ich habe das genossen», sagt er. «Kreuzigen Sie mich nicht.»David Pilling ist der Afrikakorrespondent der «Financial Times», wo dieser übersetzte und leicht bearbeitete Text zuerst erschien.Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»Passend zum Artikel