Wer an das Verhindern von Cyberattacken denkt, denkt wahrscheinlich oftmals an Software-Lösungen wie eine Firewall. Dass es aber auch ganz analog und pragmatisch geht, beweist eine Geschichte, von der Bloomberg berichtet. Im Herbst 2024 fand eine großangelegte Spionagekampagne mit dem Code-Namen „Salt Typhoon“ statt. Dabei wurden mehr als 200 Ziele in 80 Ländern angegriffen. Am gravierendsten waren davon die USA betroffen.Anzeige
Wie Salt Typhoon neun US-Telekommunikationskonzerne infiltrierte
Schon vor der Entdeckung soll der Angriff eine Zeit lang unentdeckt gelaufen sein. Dabei haben die Angreifer:innen zunächst neun große US-Telekommunikationsunternehmen gehackt und sich Zugang zu deren Netzwerken und Routern verschafft. Dazu zählten Verizon und AT&T, aber auch T‑Mobile. Anhand von späteren Analysen wurde klar, dass die Angreifer:innen Metadaten von Anrufen und Nachrichten von Millionen Kund:innen abgreifen konnten.
Heute geht man davon aus, dass es sich um eine großangelegte Attacke des chinesischen Ministeriums für Staatssicherheit gehandelt hat, die Daten von US-Politiker:innen sammeln wollten. Dafür priorisierten sie die Region um Washington D.C. herum und sollen sogar Daten von Donald Trump und JD Vance ergattert haben. Verständlicherweise sorgte die Entdeckung schon damals dafür, dass die Telekommunikationsunternehmen mit Hochdruck daran arbeiteten, die Angreifer:innen wieder aus ihren Systemen auszusperren.Anzeige













