Die Abgabe kann Diabetes verhindern und Übergewicht bremsen. Dafür braucht es keinen Streit über Süßstoffe, sondern endlich einen Gesetzentwurf.
Gerade Minderjährige konsumieren über Erfrischungsgetränke schnell große Mengen Zucker
Sven Hoppe/dpa
D ie Zuckersteuer auf gesüßte Erfrischungsgetränke muss kommen. Daran hat auch das Chaos nichts geändert, das SPD-Chef Lars Klingbeils Finanzministerium kürzlich produziert hat: Erst forderte es, die Abgabe auch auf Getränke mit künstlichem Süßstoff zu erheben, dann kassierte Klingbeil das wieder. Zu Recht: Dieser Vorschlag ging über den Grundsatzbeschluss des Kabinetts zu der Steuer hinaus, und er lässt sich wissenschaftlich nicht so gut begründen.
Es gibt aber hinreichend Modellrechnungen, dass eine Steuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke zum Beispiel mehrere tausend neue Fälle von Typ-2-Diabetes pro Jahr verhindern könnte. Cola und Co stehen im Fokus, weil sie viel Zucker und Energie, aber kaum essenzielle Nährstoffe liefern. Anders als etwa Milch oder Fruchtsäfte haben sie ernährungsphysiologisch wenig zu bieten.












