Frauen sind im Bundestag weiterhin deutlich in der Minderheit. Besonders ausgeprägt ist das bei der AfD: Weniger als zwölf Prozent ihrer Abgeordneten sind weiblich, so wenig wie in keiner anderen Fraktion. Gina K. gehört mit 16 Jahren zwar noch lange nicht dazu, politisch engagiert ist sie aber bereits. Die Zehntklässlerin wollte bei einem Schülerpraktikum die parlamentarische Arbeit kennenlernen.
Eine Woche bei der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag, eine Woche im Bundestagsbüro des Abgeordneten Sebastian Münzenmaier: So ihr ursprünglicher Plan. Daraus wird nichts. Ihre Schule untersagte das Praktikum und lehnte wenige Tage vor dessen Beginn auch einen zweiten Versuch ab, die gesamten zwei Wochen bei Münzenmaier zu verbringen. Gina K. steht plötzlich ohne Praktikumsplatz da und entscheidet sich, an die Öffentlichkeit zu gehen.
Warum die Schülerin zur AfD wollte
Gina K. besucht die zehnte Klasse der Gesamtschule Otto Lilienthal in Königs Wusterhausen. Sie ist selbst Mitglied der AfD und der Jugendorganisation Generation Deutschland. Gerade deshalb habe sie sich für ein politisches Praktikum interessiert, sagt sie dieser Zeitung. Sie habe wissen wollen, was etwa vor einer Sitzungswoche in einem Abgeordnetenbüro passiert.











