In Magdeburg zeigt sich, dass die AfD mit ihrer Parteijugend eine klar rechtsextreme Organisation integriert hat. Das könnte noch zum Problem werden.

Vorsitzender Hohm redet im Alten Theater: Mit ihrem völkischen Kern könnte die AfD-Jugend zum Problem für die Mutterpartei werden

Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die AfD hatte die „Junge Alternative“ (JA) wegen ihrer gerichtsfesten und rechtskräftigen Einstufung als gesichert rechtsextrem aufgelöst, um sie vor einem Verbot zu bewahren. Offiziell erklärte die Parteispitze den Schritt auch damit, um bei Grenzüberschreitungen besser durchgreifen zu können.

Eine Deradikalisierung fand danach allerdings nicht statt: Die neu gegründete sogenannte „Generation Deutschland“ (GD) mit knapp 3.000 Mitgliedern weist vielfach personelle Kontinuität zur JA auf und für Mäßigung gibt es keine Anzeichen. Vielmehr ist sie eine radikale Kaderschmiede für die Mutterpartei geworden, die deutlich mehr Einfluss hat als zuvor, zahlreiche ehemalige JA-Funktionäre mit dem Segen von Parteichefin Alice Weidel im Parteivorstand platzierte und mittlerweile bei Programmfragen mitspricht.