Stand: 28.08.2026 • 17:09 Uhr

An diesem Samstag will sich die Generation Deutschland zu ihrem zweiten Bundeskongress in Magdeburg treffen. Was ist aus dem Vorsatz geworden, die Parteijugend der AfD weniger radikal aufzustellen?

Wenn die "Generation Deutschland" (GD) an diesem Samstag im Alten Theater in Magdeburg zusammenkommt, soll alles ganz seriös wirken: Man möge "dem feierlichen Charakter" auch Rechnung tragen. "Festliche beziehungsweise Business-Kleidung" seien ein angemessener Dresscode, mahnte die Jugendorganisation die Teilnehmenden ihres Bundeskongresses. Erstmals kommen alle Vorstände aus Bund und Ländern unter einem Hallendach zusammen.

Seit Gründung im vergangenen Herbst ist die Parteijugend nicht mehr unabhängiger Verein, sondern Teil der AfD. 2025 war die Junge Alternative (JA) nach etlichen rechtsextremen Skandalen aufgelöst worden. Die Partei hatte ein mögliches Verbot befürchtet. Als Teil der AfD lässt sich die neue GD nur noch gemeinsam mit der Partei verbieten, was schwieriger ist. Das heißt aber auch: Die AfD muss sich das Handeln ihrer Jugend voll zurechnen lassen. Öffentlich hieß es deshalb, die GD solle sich mäßigen. Doch ist das gelungen?

Nur Tage nach der Gründungsveranstaltung im hessischen Gießen hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in einem ersten Statement eine große personelle und inhaltliche Kontinuität zur JA gesehen. Wie die Gesamtpartei auch, behandelt das Amt die GD inzwischen als rechtsextremistischen Verdachtsfall und sieht "verfestigte strukturelle Verbindungen zu Akteuren und Organisationen", darunter die "Identitäre Bewegung" (IB). Die Landesämter in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen stufen die Jugendorganisation genau wie die Mutterpartei als gesichert rechtsextrem ein.