Dass Björn Höcke mit seinem Misstrauensvotum gegen Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) scheitern würde, war schon vor Beginn der Landtagssitzung klar. Zum zweiten Mal in diesem Jahr hatte Höckes AfD-Fraktion ein konstruktives Misstrauensvotum nach Artikel 73 der Thüringer Verfassung angestrengt. Und lange vor Beginn der Aussprache am Freitagmorgen hatten alle Fraktionen außer der vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuften AfD erklärt, gegen Höcke zu votieren. Dieser hätte 45 Ja-Stimmen für seinen Antrag gebraucht. Am Ende wurden es 33, eine mehr, als die AfD-Fraktion Sitze im Thüringer Landtag hat, und genauso viele wie beim letzten Mal im Februar.