Wie erwartet stellte sich damit mutmaßlich nur die AfD-Fraktion sowie ein weiteres Parlamentsmitglied hinter das Manöver des Fraktionschefs Björn Höcke. Die Fraktion kommt im Landtag auf 32 Sitze.Für den Rechtsextremisten Höcke ist es bereits der dritte erfolglose Versuch, einen Landeschef in Thüringen zu stürzen und sich selbst als Landeschef wählen zu lassen.Zuletzt hatte Höcke es im Februar probiert. Auch den Voigt-Vorgänger Bodo Ramelow von der Linken wollte Höcke auf diese Weise aus dem Amt drängen. Höcke und die AfD fordern Konsequenzen aus der Plagiatsaffäre um Voigt. Voigt war sein Doktortitel im Januar wegen unsauberer wissenschaftlicher Arbeit aberkannt worden, ein Einspruch des CDU-Politikers bei der TU Chemnitz wurde abgewiesen.

Hitzige Aussprache vor AbstimmungHöcke arbeitete sich vor der Abstimmung in der Aussprache noch einmal an Voigt ab. Das politische Kerbholz von Thüringens Regierungschef sei übervoll, so der AfD-Landes- und Fraktionschef. »Sie sind ein Plagiator.«Er verwies außerdem auf die umstrittene Nutzung von künstlicher Intelligenz bei einem Zeitungsbeitrag von Voigt sowie für eine Rede zum Holocaustgedenken in diesem Jahr. Zugleich räumte Höcke ein, dass sein Misstrauensantrag kaum Aussicht auf Erfolg habe.