Die AfD möchte in Sachsen-Anhalt alle staatlichen Programme einstellen, »die Kinder vor der Pubertät mit sexuellen Themen konfrontieren«, so steht es im Wahlprogramm. Heinz-Jürgen Voß ist Sexualwissenschaftler an der Hochschule Merseburg. Im Interview erklärt er, warum die Partei sexuelle Bildung skandalisiert, wie eine zeitgemäße Aufklärung aussieht und ob sie durch die Landtagswahl am 6. September gefährdet ist.
DIE ZEIT: Taugt Sexualaufklärung heute ernsthaft noch als Aufreger?
Heinz-Jürgen Voß: Unter Eltern und Fachkräften herrscht bei dem Thema auf jeden Fall ausreichend Unsicherheit, die die AfD geschickt nutzt, um Unwahrheiten zu verbreiten und Menschen gegeneinander in Stellung zu bringen.








