Schwangerschaftsabbrüche erschweren, Gleichstellungsbeauftragte abschaffen? Die Pläne der AfD hätten für Frauen und Queers drastische Folgen.
Immer wieder protestieren Frauen für mehr Selbstbestimmung
K. M. Krause/imago
„Selbstbestimmung bedeutet Freiheit“, steht in weißer Schrift vorne auf dem Flyer, der derzeit in den Briefkästen vieler Haushalte in Sachsen-Anhalt landet. Im Hintergrund ist ein Foto des Magdeburger Doms zu sehen. Kurz vor der Landtagswahl am 6. September soll der Flyer die Menschen warnen: vor dem, was insbesondere Frauen und queeren Menschen droht, sollte die AfD eine Regierungsmehrheit erlangen.
Die reaktionären Positionen der AfD in Fragen der Geschlechterpolitik sind nicht neu – im Wahlprogramm für die Landtagswahl aber in aller Deutlichkeit ausbuchstabiert. So will die Partei die Gleichstellungsbeauftragte abschaffen, Sexualpädagogik aus Kitas und Schulen verbannen und den Zugang zur Schwangerschaftskonfliktberatung erschweren. Im Programm ist die Rede von einem „pervers-linken, radikal feministischen und individualistischen Ungeist“, der traditionelle Familien- und Rollenbilder zersetze. Vereinen und Organisationen, die sich an solcher „Agitation“ beteiligten, wolle die Partei jede Form öffentlicher Förderung und steuerlicher Vergünstigung entziehen.









