Wertschätzung hilft: Menschen fürchten Automatisierung, wenn sie nicht wissen, wo danach ihr Platz ist. Das sollten Führungskräfte bedenken.

„Wir müssen die Mitarbeiter mitnehmen.“ Kaum ein Satz fällt häufiger, wenn es um künstliche Intelligenz geht. Und kaum ein Satz bleibt so folgenlos. Gut gemeint, aber nicht gut durchdacht, und schon gar nicht gut gemacht.

Der Satz bleibt folgenlos, weil wir uns auf das Falsche konzentrieren. Viele Mitarbeitende erleben KI nicht als Chance, sondern als Verstärker ihrer Unsicherheit. Diese Unsicherheit ist das Grundbrummen unserer Zeit.

KI ist der große Unbekannte, der so viel kann, von dem wir noch gar nichts wissen. Wir haben alle mindestens eine, manche bis zu zehn KI-Apps auf dem Handy. Das erzeugt Wild-West-Gefühle aus der Hosentasche. Denn Regeln? Entstehen erst. Gesetze? Sind noch in der Diskussion. Und der Zweck des Ganzen? Unklar.Darüber wird jetzt allerorten, im Job, am Esstisch, in der Kneipe gemutmaßt und gemunkelt. Was kann KI? Nervige Sortierarbeiten abnehmen, ganz sicher. Einfache Fleißarbeit erledigen, vermutlich. Komplexe Verwaltungsaufgaben erledigen, wahrscheinlich. Prozesse vereinfachen, wer weiß. Aber vielleicht gefährdet sie auch die eigene berufliche Sicherheit. Und die eigene Identität. Bin ich noch ich? Oder doch nur eine schlecht programmierte KI, die langsamer ist als ChatGPT? Und mehr Fehler macht als Claude? Und weniger weiß als Perplexity?