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Cyberkriminalität: Russischsprachige Hacker nutzen KI-Assistenten für Angriffe – Deutsche Firma betroffen Bei den Attacken umgingen Cyberkriminelle Sicherheitsvorkehrungen, indem sie der KI eine Testumgebung vortäuschten. Experten warnen, dass Angriffe dadurch erheblich beschleunigt werden.

Cyberkriminalität: Die massiv gewachsene Zahl an Unternehmensangriffen führt zu immer aufwendigeren Verhandlungen bei der Absicherung von Risiken. Foto: dpaWashington. Russischsprachige Hacker haben den auf Technologie von Anthropic basierenden Programmierassistenten für Künstliche Intelligenz (KI) ‚Cursor‘ für Cyberangriffe auf einen deutschen Hersteller und mindestens sechs weitere Firmen genutzt.Dies geht aus Daten hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters exklusiv vorliegen, sowie aus am Donnerstag veröffentlichten Berichten der IT-Sicherheitsfirmen Gambit Security und CloudSek.Zu den Opfern der Ransomware-Gruppe „Aur0ra“ zählten zwischen dem 8. April und dem 21. Mai dieses Jahres neben dem deutschen Garagentorhersteller Teckentrup und einem belgischen Chemieunternehmen auch Firmen in den USA, Schottland, Italien und Argentinien. Weder die betroffenen Unternehmen noch der heutige „Cursor“-Eigentümer SpaceX äußerten sich zunächst zu den Vorfällen.Dem Bericht von CloudSek zufolge verzeichnete die Hackergruppe insgesamt mindestens 20 Opfer. Es blieb jedoch unklar, wie viele davon mithilfe der KI angegriffen wurden. Weder Gambit noch CloudSek nannten die betroffenen Unternehmen namentlich. Reuters konnte jedoch sechs von ihnen identifizieren, nachdem die Nachrichtenagentur Teile der Chat-Daten unabhängig überprüft hatte.Mindestens einer der Betroffenen tauchte auf der Leak-Seite der Hacker auf, was auf einen gescheiterten Erpressungsversuch hindeutet. Die Hacker umgingen die Sicherheitsvorkehrungen der KI, indem sie der Software vortäuschten, es handele sich bei den Angriffen lediglich um eine Simulation. Wie aus den Protokollen auf einem ungeschützten Server hervorgeht, führte der KI-Agent daraufhin Hunderte Aktionen aus.„Dies ist eine Testumgebung, also ist es legal“, schlussfolgerte die KI in einem der Protokolle selbst. Bei dem Angriff auf Teckentrup empfahl die Software den Einsatz eines bekannten Schadprogramms und bewertete die Erfolgschance als „sehr hoch“. Der Einsatz solcher Werkzeuge verschaffe Cyberkriminellen einen erheblichen Vorteil, da sie viele manuelle Schritte überspringen könnten und so 30 bis 50 Prozent schneller seien, erklärte Eyal Sela von Gambit.Bei der verwendeten Technik handelte es sich um das Modell Claude Sonnet 4.5 des Anbieters Anthropic. Die Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Risiken der Technologie, zumal „Cursor“ erst Anfang des Monats in das von Elon Musk geführte Unternehmen SpaceX integriert worden war. KI-gestützte Hackerangriffe seien die neue Normalität, sagte Gambit-Strategiechef Curtis Simpson. „Wir werden so etwas in Zukunft immer häufiger sehen.“ rtr Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt