OpenAI und 127 weitere Unternehmen und Organisationen haben in einem offenen Brief zu einer weltweiten Verstärkung der Cyberabwehr aufgerufen. Die Unterzeichner warnen, dass die Zeit dafür knapp werde: Bereits in den kommenden Monaten würden KI-gestützte Cyberangriffe deutlich zunehmen und raffinierter werden. Gefährdet seien insbesondere Unternehmen und öffentliche Dienste, auf die die Gesellschaften unmittelbar angewiesen sind: von Krankenhäusern und Wasseraufbereitungsanlagen bis hin zur Infrastruktur, auf der das Internet beruht.

Zu den Unterzeichnern zählen neben OpenAI unter anderem Anthropic, Google, Microsoft, AWS, Cisco, CrowdStrike, Cloudflare, Palo Alto Networks, SAP, Deutsche Telekom, Visa und Mastercard.

Die Antwort der Unterzeichner auf die wachsende Bedrohung lautet vor allem: mehr KI. Unternehmen sollen leistungsfähige Modelle breit für Sicherheitsaufgaben einsetzen, Cybersecurity-Anbieter ihre Abwehr damit aufrüsten und kritischer Infrastruktur KI-gestützte Schutzsysteme zugänglich machen. Regierungen werden aufgefordert, Krankenhäusern, Wasserversorgern und Kommunen den Zugang zu defensiver KI und technischer Unterstützung zu erleichtern. Die führenden KI-Labore wiederum sollen Zugang zu ihren Modellen, finanzielle Mittel, Schulungen und Werkzeuge zur Überwachung von KI-Agenten bereitstellen.