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Sicherheitskonferenz: Cybergefahr wächst mit KI – Behörden sehen unruhige Zeiten kommen Die digitale Infrastruktur wird vermehrt angegriffen – KI verschärft die Lage. Behörden sind beunruhigt und dringen auf neue Befugnisse.
24.06.2026 - 15:02 Uhr Ein Mann sitzt am Rechner und tippt auf einer Tastatur. (Symbolbild) Foto: Nicolas Armer/dpaDeutschland stehen aufgrund der wachsenden Gefahr KI-gestützter Cyberangriffe aus Sicht der Cyber-Sicherheitsbehörde unruhige Zeiten bevor.Es sei ein Stück weit eine „neue Zeitrechnung der Cybersicherheit“ angebrochen, sagte die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner, bei einer Cybersicherheitskonferenz in Potsdam. Die nächsten Jahre werden ihr zufolge „sehr holprig und unruhig“, weil durch Künstliche Intelligenz (KI) mehr Cyberangriffe zu erwarten seien.„Wir stehen mit KI am Anfang dessen, was da in den nächsten Jahren auf uns zukommen wird“, so Plattner. Cyberkriminelle nutzen KI, um beispielsweise Schwachstellen in IT-Systemen schneller aufspüren können. Die Spitzen deutscher Sicherheitsbehörden kamen am Hasso-Plattner-Institut zur Konferenz für nationale Cybersicherheit zusammen.Sicherheitsbehörden setzen auf Befugnisse zur AbwehrDer Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Sinan Selen, sagte: „Cyberangriffe sind jetzt schon der Seismograph für geopolitische Spannungen. Dieser Seismograph schlägt bei uns massiv aus.“Die Abwehr von Cyberangriffen werde dabei zunehmend komplexer. Umso wichtiger sei es, dass die Sicherheitsbehörden eng vernetzt seien, sagte Selen. Es gehe darum, die Infrastruktur der Angreifer frühzeitig unschädlich zu machen, so dass Schäden überhaupt nicht eintreten.Cybersicherheit „Wenn Hacker-Attacken Leben gefährden, werden sie zum Terror“ Die Ex-FBI-Ransomware-Chefin sieht Angriffe auf Krankenhäuser als eine rote Linie: Sobald Menschen zu Schaden kommen, sei das keine Cyberkriminalität mehr. von Thomas KuhnDie Bundesregierung will jenseits von präventiven Maßnahmen künftig eine „aktive Cyberabwehr“ erlauben. Bislang fehle die Möglichkeit, abwehrend einzugreifen, sagte die Vize-Präsidentin des Bundeskriminalamtes, Marina Link. Man müsse warten, „bis das Kind in den Brunnen gefallen ist“. Das werde sich mit dem im parlamentarischen Verfahren befindlichen Cyberabwehrgesetz hoffentlich noch in diesem Jahr ändern, sagte Link.Experte: Deutschland Hotspot bei RansomwareDeutschland ist zudem ein Hauptziel von Ransomware-Angriffen. Der Cybersicherheits-Experte am HPI, Christian Dörr, sagte, das Land sei europaweit der „Hotspot“. Bei Ransomware-Angriffen handelt es sich um Schadsoftware, die Daten und Systeme verschlüsselt. Ziel der Cyberkriminellen ist es, Lösegeld zu erpressen.„Lösegeldforderungen der Kriminellen liegen im Schnitt bei Hunderttausenden von Euro. Dazu kommt die wochenlange Ausfallzeit bis wieder alles läuft. Das kann ein Unternehmen in den Konkurs zwingen“, sagte Dörr. Ihm zufolge hapert es in Deutschland am Bewusstsein für Cybersicherheit. „Wir hängen seit vielen Jahren in weltweiten Vergleichen hinterher.“Im vergangenen Jahr wurden laut Bundeskriminalamt (BKA) bundesweit 1041 Fälle von Ransomware-Angriffen und anderen Formen von mit Erpressung verbundenem Datendiebstahl angezeigt. 2024 waren es 950 Anzeigen gewesen. dpa Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick












