Im französischen Präsidentschaftswahlkampf haben am Donnerstag sieben Kandidaten über ihre Pläne für eine wirtschaftliche Erholung des Landes debattiert.Die Diskussion fand im Pariser Tennisstadion Roland Garros statt und wurde vom französischen Unternehmerverband organisiert. Es war das erste Mal, dass sieben der bereits erklärten Bewerber für das Präsidentenamt öffentlich aufeinandertrafen. Allerdings steht noch längst nicht fest, wer am Ende tatsächlich antritt.

Die Wahl ist für den 18. April 2027 angesetzt, eine mögliche Stichwahl für den 2. Mai.Rechts gegen LinksDer 74 Jahre alte Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon bekräftigte seine Forderung, sowohl die Gehälter als auch den Mindestlohn zu erhöhen. »Anderenfalls geraten wir in eine Rezession«, sagte Mélenchon während der Debatte. »Sie werden sich noch wundern, wenn Sie den Wohlstand nicht gerechter verteilen«, fügte er hinzu.

Rechtspopulistin Marine Le Pen kündigte hingegen einen Sparplan in Höhe von 125 Milliarden Euro an. Dazu solle unter anderem der Nettobeitrag Frankreichs an die EU von knapp acht Milliarden Euro 2024 auf unter fünf Milliarden Euro abgesenkt werden. »Natürlich kommt auch die Einwanderung unserem Sozialsystem sehr teuer zu stehen«, sagte die Rechtspopulistin weiter.