Der verurteilte Windkraft-Betrüger Hendrik Holt aus Haselünne (Landkreis Emsland) ist abgetaucht. Das hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück dem NDR Niedersachsen bestätigt.
Holt kehrte demnach am vergangenen Dienstag nicht von einem genehmigten, unbegleiteten Ausgang zurück in ein Gefängnis bei Berlin. Er sollte laut Staatsanwaltschaft am Dienstagabend in die JVA Heidering zurückkehren. Es werde seither nach ihm gefahndet. Zuerst hatte die "Hannoversche Allgemeine" (HAZ) darüber berichtet. Laut der Staatsanwaltschaft befindet sich Holt schon länger im offenen Vollzug.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sprach gegenüber dem NDR Niedersachsen von einem Schreiben, das aus dem Umfeld Holts stammen soll und in dem stehe: Hendrik Holt kommt nicht zurück. Dieses Schreiben hat die Staatsanwaltschaft eigenen Angaben zufolge bekommen. Auch der JVA sei das Schreiben geschickt worden. Auch aufgrund weiterer Informationen aus den Ermittlungen sei von einer Flucht Holts auszugehen, hieß es von der Staatsanwaltschaft.
Holt war 2020 im Berliner Hotel Adlon festgenommen worden. Gemeinsam mit weiteren Familienmitgliedern hatte er internationalen Energiekonzernen teils frei erfundene Windpark-Projekte angeboten und dafür Millionenbeträge verlangt. In einem Prozess in Osnabrück hatte er 2022 gestanden und war zu einer mehrjährigen Gefängnis-Strafe verurteilt worden.











