Es klingt wie der Plot eines Gaunerfilms: Ein verurteilter Betrüger türmt bei einem Freigang und schickt kurz darauf seinen Häschern eine süffisante Abschiedsnachricht. Tatsächlich ist das nun genau so passiert: Windkrafttrickser Hendrik Holt floh bei einem Ausgang, einen Tag später ging bei dem Berliner Gefängnis, in dem er untergebracht war, eine E-Mail ein. Das teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit. Sinngemäß habe Holt ausrichten lassen, dass er nicht zurückkehren werde, hieß es.
Den Angaben zufolge geht aus dem Schreiben ein Absender hervor. Zu ihm würden jedoch keine Angaben gemacht. Laut NDR stand in der Nachricht wörtlich »Hendrik Holt kommt nicht zurück«. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ließ einen europäischen Haftbefehl ausstellen, wie ein Sprecher bestätigte.»Liebesgrüße aus Moskau«Holt ist auf der Flucht, seit er am Dienstag von einem genehmigten Ausgang nicht in die Justizvollzugsanstalt in Berlin zurückkehrte, wie die Staatsanwaltschaft Osnabrück mitteilte. In Berlin war Holt im offenen Vollzug. Nach dem 36-Jährigen aus dem emsländischen Haselünne werde gefahndet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Wo er sich aufhält, ist bisher nicht bekannt. Mehrere Medien griffen einen Instagram-Post auf, in dem es heißt: »Liebesgrüße aus Moskau, sehr schön hier, der Kaviar ist fantastisch.« Die Staatsanwaltschaft erklärte, der Instagram-Post sei ihr bekannt. Einschätzungen und Bewertungen dazu gebe man vor dem Hintergrund der andauernden Fahndung aber nicht ab. Ein weiteres Foto zeigte Seeigel auf Eis in einem Restaurant, dazu wurde der Ort Moskau getaggt, das Bild mit der Nationalhymne Russlands unterlegt. Vom Flughafen Rostock hieß es unterdessen, dass Holt Deutschland nicht von dort verlassen habe.











