Der verurteilte Windkraft-Betrüger Hendrik Holt (36) ist auf der Flucht. Holt sei nicht von einem genehmigten Ausgang in die Justizvollzugsanstalt Berlin zurückgekehrt, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück auf Anfrage mit. „Mittlerweile liegen Tatsachen vor, aufgrund derer von einer Flucht auszugehen ist“, sagte ein Behördensprecher der Deutschen Presseagentur. Zuvor hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtet.Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte dem NDR Niedersachsen, die Behörde habe ein Schreiben aus dem Umfeld von Hendrik Holt erhalten. Darin heiße es, Hendrik Holt komme nicht zurück. Das Schreiben sei nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch an die Justizvollzugsanstalt geschickt worden.Nach Holt wird nun gefahndet, sagte der Sprecher. Details könne er aber wegen der laufenden Ermittlungen nicht nennen. Klar ist demnach nur, dass der aus dem emsländischen Haselünne stammende Holt am Dienstag nicht von einem Freigang des offenen Vollzugs Berlin zurückkam.

Betrug, Bestechung und Urkundenfälschung: Neun Jahre HaftHolt ist 2022 vom Landgericht Osnabrück in mehreren Verfahren zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt worden. Es ging um bandenmäßigen Betrug, Bestechung, Urkundenfälschung.