PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsKontaktsportler mit KontrollproblemenStudie zum autonomen FahrenStand: 11:20 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Wiederübernahme des Steuers ist die kritischstes Situation beim Level-3-FahrenQuelle: Mercedes-BenzWer häufig Kopfstößen ausgesetzt war, könnte in hochautomatisierten Autos Schwierigkeiten bekommen. SP-X/Binghamton. Eishockey-, Fußball- und Football-Spieler sind häufig heftigen Stößen gegen den Kopf ausgesetzt. Bei automatisiert fahrenden Autos könnten sie dadurch langsamer und weniger zuverlässig auf eine Übernahmeaufforderung reagieren. Hinweise darauf liefert zumindest eine Pilotstudie der US-amerikanischen Binghamton University.
Die Wissenschaftler ließen 17 professionelle Eishockeyspieler sowie 17 etwa gleichaltrige Personen ohne Kontaktsport-Erfahrung in einem Fahrsimulator ein zeitweise automatisiert fahrendes Fahrzeug steuern. Untersucht wurden Situationen, in denen das System selbstständig fährt, der Mensch bei Erreichen der Systemgrenzen aber wieder die Kontrolle übernehmen muss. Das ist bei sogenannten Level-3-Autos nötig, die nicht komplett autonom fahren können.
Bei den Eishockeyspielern gelang die geforderte Übernahme in 81 Prozent der Fälle, in der Vergleichsgruppe in 93 Prozent. Zudem benötigten die Sportler tendenziell länger für den Wechsel zum manuellen Fahren und hielten anschließend die erfolgreiche Kontrolle kürzer aufrecht. Bei Fragen zur unmittelbar bevorstehenden Verkehrssituation schnitten sie ebenfalls schlechter ab, was nach Einschätzung der Forscher auf Defizite beim Situationsbewusstsein hindeutet. Bei allgemeinen kognitiven Tests zeigten die Eishockeyspieler dagegen keine schlechteren Leistungen und empfanden die Aufgabe nach eigener Einschätzung auch nicht als belastender.






