Manchmal geht es zuvörderst darum, ein Zeichen zu setzen. Zu zeigen, was geht. Genesis versucht sich seit rund zehn Jahren als Luxusableger von Hyundai zu etablieren, da gilt es, groß zu denken. Auch wenn die Nische, in die der GV90 drängt, miniklein ist. Hierzulande jedenfalls. In den Vereinigten Staaten wiederum ist sie größer, so groß, dass ein Audi Q9 fast schon wieder niedlich wirkt.Ach, die Welt ist kompliziert, uneinheitlich auch, jedenfalls bald um ein 5,28 Meter langes Flaggschiff reicher. Das fährt elektrisch, und sofern die Zusatzbezeichnung Neolun mitschwingt, öffnen gegenläufige Portaltüren in eine Welt von recht hemmungsloser Opulenz. Korea im Reich von Maybach, Range Rover und den oberen Enden von BMW oder Audi? Warum denn nicht?Erkennen wir ein Lächeln? Genesis GV90GenesisLanger Radstand, kurze Überhänge, mächtige Räder, die Zutaten sind so bekannt wie wohldosiert. Etwas Bling-Bling etwa an der Leuchtreklame entlang der Front darf nicht fehlen. Der Bildschirm innen ist üppig, ein Drehregler in der Mitte zeigt Temperatur oder Lautstärke, nett gemacht. Echtholz und Naturstein sind ebenso angedacht wie eine Bodenheizung. Luftfederung scheint zwingend.Je ein Elektromotor an Vorder- und Hinterachse liefern zusammen 666 PS und Allradantrieb. Der Akku hat 123,5 kWh Kapazität, es ist eben alles XXL an diesem Genesis. 500 Kilometer Reichweite sollten drin sein, 4,9 Sekunden auf 100 und 240 km/h Spitze sind avisiert. Das ist nicht trivial, denn der Antriebsstrang hat es je nach Version mit 3 bis 3,4 Tonnen Leergewicht zu tun. Da gerät man an Führerscheingrenzen. Preis und Markteinführung sind noch etwas nebulös gehalten, unter 100.000 Euro wird sich Sesam bestimmt nicht öffnen. Vermutlich dann nächstes Jahr irgendwann.
Das ist der neue Genesis GV90
Kleine Botschaft von Genesis Richtung Audi, Maybach und Range Rover: Wir können das. Genau genommen ist es eher eine große Botschaft. Vollkommen unbescheiden. Aber elektrisch.








