Berichte: CIA-Chef warnte in Moskau vor Angriff auf NATOCIA-Direktor John Ratcliffe hat Russland bei seinem Besuch in Moskau Medienberichten zufolge vor einem Angriff auf NATO-Verbündete gewarnt. Das berichteten das „Wall Street Journal“ und das Magazin „Politico“ unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Der Chef des US-Geheimdienstes hatte die russische Hauptstadt am Dienstag besucht. Über den Inhalt seiner Gespräche wurde allerdings nur wenig bekannt.Der CIA-Chef habe Russland vor allem mit Blick auf die östlichen NATO-Partner im Baltikum vor einer Eskalation gewarnt, berichtete „Politico“. Das „Wall Street Journal“ berichtete, Hintergrund seien US-Geheimdiensteinschätzungen, wonach der russische Präsident Wladimir Putin in den kommenden Jahren womöglich einen „begrenzten Angriff“ ausführen lassen könnte. Das Weiße Haus in Washington reagierte zunächst nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur AFP zu dem Thema. US-Präsident Donald Trump sagte, Ratcliffes Besuch in Moskau sei „halb routinemäßig“ erfolgt. „Wir würden den Krieg mit der Ukraine gerne beendet sehen“, fügte er hinzu. Laut dem US-Sender CBS News sprach Ratcliffe in Moskau auch über den Irankrieg. Der Sender berief sich bei seinen Angaben auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Menschen.Der Kreml hatte mitgeteilt, Ratcliffe habe bei seinem Besuch in Moskau in Kontakt mit russischen Geheimdiensten gestanden. Ein Treffen mit Präsident Putin habe nicht stattgefunden, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Putin sei allerdings über den Inhalt der Kontakte informiert worden. Angaben zu den behandelten Themen machte der Sprecher nicht.Ratcliffe war nach Berichten von US-Medien am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch nach Moskau gereist. Es war sein erster bekannter Besuch in der russischen Hauptstadt seit seinem Amtsantritt als CIA-Chef im Jahr 2025. Ratcliffe ist einer der ranghöchsten US-Vertreter, die Russland seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 besucht haben. Vanessa AngermannExplosionen erschüttern Kiew nach russischen LuftangriffenRussland greift die Ukraine abermals mit Drohnen und Raketen an. In der Hauptstadt Kiew sind Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Den Behörden zufolge fielen Trümmer in den Hof eines Wohnhauses.In Krywyj Rih werden nach offiziellen Angaben zwei Menschen bei einem Angriff auf eine Industrieanlage verletzt, in Saporischschja drei weitere. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.Neun Tote bei ukrainischem Angriff auf Bus in Luhansk Bei einem ukrainischen Angriff auf einen Bus im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Luhansk wurden nach russischen Angaben neun Menschen getötet. Der Bus sei auf dem Weg von Lyssytschansk nach Kadiiwka gewesen, erklärt der von Russland eingesetzte Gouverneur Leonid Passetschnik. Weitere Einzelheiten zu den Umständen des Vorfalls nennt er nicht. Die Nachrichtenagentur Reuters, die über den Angriff berichtet, konnte die Angaben nicht unabhängig überprüfen. Verstärkung für die OstfrontDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj besucht gemeinsam mit dem neuen Oberbefehlshaber Mychailo Drapatyj die Front im Südosten der Ukraine. Mit den Kommandeuren vor Ort sei besprochen worden, wie die Verteidigung gestärkt werden könne, teilt Selenskyj auf der Plattform X mit. In dem Sektor verzeichneten die ukrainischen Truppen im Zuge einer mehrstufigen Operation seit Anfang des Jahres Erfolge und befreiten mehrere Dutzend Siedlungen. Verstärkung erhält auch die Front im östlichen Donezk, die unter starkem russischen Druck steht. Zwei neue Einheiten unter der Führung bekannter Kommandeure sollen dorthin verlegt werden. Dies teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform Telegram mit. Die neu geschaffenen Verbände werden von Denys Prokopenko, dem Kommandeur des Asow-Korps, und Andrij Bilezkyj, dem Kommandeur des Dritten Armeekorps, geleitet.Ukraine: Russischer Angriff beschädigt Heizkraftwerk in Cherson Ein russischer Angriff mit einer gelenkten Fliegerbombe hat ein Heizkraftwerk in der südukrainischen Stadt Cherson schwer beschädigt. Dies teilte der Eigentümer, der ukrainische Energiekonzern Naftogaz, mit. Das genaue Ausmaß der Schäden soll untersucht werden, sobald es die Sicherheitslage zulässt. Selenskyj meldet Angriffe auf 16 Ziele in Russland Die ukrainische Armee hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj binnen 24 Stunden 16 Ziele in Russland attackiert. Darunter befinden sich Ölanlagen, Logistikzentren, Flugplätze, eine Raketeneinheit, ein Rüstungsbetrieb sowie Infrastruktur, die Moskau für Angriffe auf die Ukraine nutzt, wie Selenskyj auf der Plattform X mitteilte. Konkrete Orte nannte er nicht. „Der Krieg muss dorthin zurückkehren, woher er gekommen ist“, erklärt er. Zuvor hatte der ukrainische Generalstab mitgeteilt, in der Nacht die Norsi-Ölraffinerie des russischen Konzerns Lukoil in der Region Nischnij Nowgorod angegriffen zu haben. Dabei wird auf dem Gelände ein Brand ausgelöst, wie das Militär auf Telegram schrieb. Selenskyj verleiht Musk höchsten ukrainischen Orden für AusländerDer US-amerikanische Milliardär Elon Musk ist vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem Orden der Freiheit ausgezeichnet worden. Die Ehrung kommt in einer Zeit, in der sich Kiew um eine Freigabe von Musks Satelliten-Internetsystem Starlink bei ukrainischen Drohneneinsätzen auf russischem Staatsgebiet bemüht. „Mit dem Orden der Freiheit ausgezeichnet wird Elon Musk – Unternehmer, Ingenieur, Geschäftsführer von SpaceX und Tesla, Vereinigte Staaten von Amerika“, hieß es in dem auf der Präsidentenseite veröffentlichten Dekret. Die Auszeichnung wird demnach für besondere Verdienste beim Schutz von Menschenleben, der Freiheit und der Entwicklung der Beziehungen zwischen den Völkern der Ukraine und der USA verliehen. Der Orden der Freiheit ist der höchste Orden, den ein Ausländer oder Staatenloser von der Ukraine erhalten kann. Aus Deutschland haben ihn bisher 2017 Ex-Bundespräsident Joachim Gauck (CDU) und 2021 Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) erhalten. Mit Starlink-Internet ausgestattet können ukrainische Drohnen mit einer Videoverbindung direkt in Ziele gesteuert werden. Bisher ist die Freigabe auf das ukrainische Territorium einschließlich der von Russland besetzten Gebiete beschränkt.Großbrand nach Drohnenangriff auf Onlinehändler Wildberries Bei einem nächtlichen Drohnenangriff ist ein großes Lagerhaus des russischen Online-Händlers Wildberries im Gebiet Tambow in Brand geraten. Etwa 100.000 Quadratmeter der Anlage stehen in Flammen, wie Gouverneur Jewgeni Perwyschow auf dem Messengerdienst Telegram mitteilte. Eine Person wurde demnach verletzt. Bei weiteren Drohnenattacken in den Gebieten Lipezk und Belgorod sollen nach Behördenangaben zudem drei Menschen getötet worden sein, darunter ein 14 Jahre alter Junge. Beide Seiten weisen den Vorwurf zurück, gezielt Zivilisten ins Visier zu nehmen. Vatikan will zwischen Russland und der Ukraine vermittelnDer Vatikan will im Krieg zwischen Russland und der Ukraine aktiv vermitteln. Das vom Staatssekretariat des Heiligen Stuhls kontrollierte Portal Vatican News veröffentlichte am späten Dienstagabend einen entsprechenden Bericht über die Gespräche, die der vatikanische Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, Erzbischof Paul Richard Gallagher, derzeit in Moskau führt.In dem Bericht heißt es, Gallagher habe am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow nach einem einstündigen Gespräch in Moskaus Außenministerium erklärt, der Heilige Stuhl sei „bereit, jede Bemühung zu unterstützen, um im aktuellen internationalen Kontext zu einem Frieden zu gelangen“. Man habe „in mehreren Punkten Konvergenz über prinzipielle internationale Fragen festgestellt“. Es bestehe Einigkeit darüber, dass es wichtig sei, den Dialog zwischen Russland und dem Heiligen Stuhl fortzusetzen. Zu den Themen von gemeinsamem Interesse gehörten „humanitäre Initiativen, um einen Weg zum Frieden zwischen Russland und der Ukraine einzuschlagen“. Kreml: CIA-Chef Ratcliffe für Geheimdienstkontakte in MoskauZunächst bestätigten weder das Weiße Haus noch der Kreml die Reise des CIA-Direktors John Ratcliffe nach Moskau. Nun bestätigte Kremlsprecher Dmitrij Peskow der „Washington Post“, Ratcliffe sei zu Kontakten „zwischen den Geheimdiensten“ in die russische Hauptstadt gekommen. Heute Morgen sagte der Vertraute von Präsident Wladimir Putin auf Anfrage russischer Nachrichtenagenturen außerdem, dass es kein Treffen des Kremlchefs mit Ratcliffe gegeben habe. Zu den Inhalten von Ratcliffes Gesprächen in Moskau machte Peskow demnach keine Angaben.Am Vortag hatte der Kremlsprecher nach Landung eines US-Militärflugzeugs in Moskau noch behauptet, ihm sei nichts bekannt dazu. Russische Kommentatoren amüsierten sich über die Äußerungen, weil es Aufnahmen von dem Flugzeug in den sozialen Netzwerken gab. Viele fragten sich, wie eine solche riesige Maschine ohne Wissen der Staatsführung mit dem CIA-Chef an Bord einfach auf dem Flughafen Wnukowo landen könne.Was über den Besuch bekannt ist, hat meine Kollegin Sofia Dreisbach zusammengefasst: Mathias PeerSelenskyj: Setze auch auf China bei Bemühungen für ein KriegsendeDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilt mit, er setze auf eine weitere Zusammenarbeit mit China und auf Pekings „starke diplomatische Rolle“ bei der Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine. „Frieden kann unser gemeinsamer Erfolg sein“, schrieb Selenskyj auf X. Er danke dem chinesischen Staatschef Xi Jinping für seine Glückwünsche zum Unabhängigkeitstag der Ukraine.US-Medien: CIA-Chef zu Gesprächen in MoskauDer Chef des US-Geheimdienstes, John Ratcliffe, ist offenbar zu Gesprächen nach Moskau gereist. Das berichten US-Medien. Er wolle dort am Dienstag Gespräche führen, hieß es. Zuvor war bekannt geworden, dass ein Transportflugzeug vom Typ Boeing C-17A Globemaster III der US-Luftwaffe von Lettland in Richtung des Moskauer Flughafens Wnukowo geflogen war. Laut dem Sender CBS war sowohl das Flugzeug als auch eine diplomatische Flugzeugkolonne auf dem Flughafen gesichtet worden. Der Kreml hatte zunächst erklärt, keine Informationen über die Maschine zu haben. Auch die US-Regierung hat sich bislang nicht zum Besuch geäußert. Es ist Ratcliffes erste bekannt gewordene Moskau-Reise, seit er das Amt des CIA-Chefs im Januar 2025 nach der Nominierung durch Präsident Donald Trump angetreten hat. Axios zufolge setzte die US-Regierung die Ukraine über den Besuch des Geheimdienstchefs vorab in Kenntnis. Washington habe Kiew gebeten, Angriffe auf russisches Territorium bis zu dessen Abreise auszusetzen, berichtete die Plattform unter Berufung auf eine nicht näher benannte Quelle.Lettland schränkt die Importe bestimmter Waren aus Russland und Belarus einLettland hat vor dem Hintergrund von Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine einen Importstopp für verschiedene Industriegüter aus Russland und Belarus zum 1. September beschlossen. Nachdem das Parlament in Riga das Einfuhrverbot bereits im Juli gebilligt hatte, setzte die Regierung nun das Datum des Inkrafttretens und die Liste an betroffenen Produktgruppen fest. Dies teilte das Außenministerium mit. Unter das Einfuhrverbot fallen demnach gedruckte Bücher, Zeitungen und andere Druckerzeugnisse, Bekleidung, andere Textilerzeugnisse, Schuhe, Kopfbedeckungen sowie Spielzeug, Spiele und Sportgeräte. Sie dürfen auch aus Drittstaaten künftig nicht mehr zum Verbleib in dem baltischen EU- und NATO-Land eingeführt dürfen.Mit dem Importstopp sollen den Angaben zufolge die Sicherheitsinteressen Lettlands geschützt werden. Auch sollen damit die Exporteinnahmen von Russland und Belarus reduziert und die Einfuhr russischer Propagandamaterialien nach Lettland eingeschränkt werden, wie es in der Mitteilung weiter hieß. In dem im Osten an Russland und dessen Verbündeten Belarus grenzenden Lettland lebt eine starke russischstämmige Minderheit. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: CIA-Direktor soll in Moskau vor Angriff auf NATO-Staaten gewarnt haben | FAZ
Medienberichte über Ratcliffs Gespräche in Russland +++ Schwere Explosionen in Kiew +++ Neun Tote bei ukrainischem Angriff auf Bus +++ Neuigkeiten im Liveblog











